Vorwürfe gegen Tierarzt aus NRW  Wurde kleiner „Tyron“ qualvoll getötet statt eingeschläfert?

Iris Busch mit Hund Tyson

Ein Bild aus glück­li­che­ren Tagen: Iris Busch mit ihrem geliebten Malteser „Tyron“: „Er war mein Her­zens­hun­d“, sagt das am Boden zerstörte Frauchen

Ein Tierarzt aus Viersen soll einen Malteser nicht vergleichsweise sanft eingeschläfert haben, sondern dem Tier furchtbare Schmerzen bereitet haben. 

Sie hat ihn geliebt, nennt ihn ihren „Herzenshund“. Iris Busch hat Tränen in den Augen, wenn sie an ihren kleinen „Tyron“ denkt. Weil er mit seinen 15 Jahren auch noch schwer krank war, wollte sie den Hund schweren Herzens einschläfern lassen. Aber was sie in einer Viersener Tierarztpraxis erlebte, war für sie der blanke Horror.

Sie habe „Tyron“ friedlich auf seiner letzten Reise begleiten wollen, sagt Iris Busch: „Aber es war kein sanftes Einschlafen, sondern ein qualvolles Sterben.“

Der Tierarzt habe dem kleinen Malteser „eine Riesen-Nadel“ in die Lunge gedrückt: „Mein Engel schrie vor Schmerzen, das waren Todesschreie. Wir mussten ihn krampfhaft festhalten. Es schoss Blut aus Mund und Nase.“

Diese Bilder lassen das Frauchen nicht mehr los: „Diese Horrorfilm läuft als Endlosschleife in meinem Kopf“, klagt Iris Busch. „Ich bin nervlich am Boden zerstört. Ich habe meinen kleinen Engel zur Schlachtbank geführt. Das ist kein Tierarzt, sondern ein Schlachter.“

EXPRESS fragte eine renommierte Tierärztin danach, wie so etwas hatte  passieren können: „Auf der Rechnung des Tierarztes stehen drei Medikamente, nämlich ‚T61‘ - das ist das eigentliche Mittel zur Tötung - sowie Rompun und Ketamin. Diese beiden Medikamente werden zuerst verwendet, um das Tier in Vollnarkose zu legen, damit es von dem ‚T61‘ nichts merkt.“

Viersen: Drama um die letzten Minuten von Hündchen „Tyron“

Und tatsächlich hat der Tierarzt aus Viersen alle drei Präparate in Rechnung gestellt. Aber Iris Busch schwört: „Mein Tyron hat vor der Todesspritze keine andere Spritze bekommen.“ Dafür spricht auch, dass der kleine Hund so heftig auf das „T61“ reagiert hat.

Die Schwester der Hundehalterin hat den Tierarzt Tage später zur Rede gestellt: „Er meinte, dass es wohl nicht so schön gelaufen sei...“ Iris Busch hat das Veterinäramt eingeschaltet: „Die können leider nichts mehr machen, da ‚Tyron‘ eingeäschert wurde und keine Beweise mehr da sind.“

Tierarzt äußert sich nicht zu „Tyrons“ Todesdrama

Das am Boden zerstörte Frauchen Iris Busch hatte den toten Hund mit nach Hause genommen und von einer Tierbestattung abholen lassen. Und sie hat auch die Tierärztekammer eingeschaltet: „Die hat den Tierarzt aufgefordert, sich zu dem Vorfall zu äußern.“ Hat der Veterinär womöglich vor der Todesspritze vergessen, den kleinen Hund in Narkose zu legen?

EXPRESS hat den Veterinär ihn um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten, aber auch nach einem Zeitraum von vier Tagen keine Antwort bekommen.

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