Zeuge fassungslos NRW-Polizei findet verletzte Katze und greift zu drastischer Maßnahme – Anzeige

Die Katze lag den Angaben zufolge verletzt auf der Straße, als die Polizei sie fand. Hier ein Symbolfoto von einer Katze auf einer Straße.

Die Katze lag den Angaben zufolge verletzt auf der Straße, als die Polizei sie fand. Hier ein Symbolfoto von einer Katze auf einer Straße.

Offenbar gab es keine andere Möglichkeit – so entschloss sich die Besatzung eines Streifenwagens, eine verwundete Katze zu überfahren. Nun beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall.

Die Staatsanwaltschaft befasst sich mit dem Fall dreier Polizisten, die eine angefahrene, schwer verwundete Katze mit ihrem Streifenwagen überfahren haben sollen, um sie von ihrem Leid zu erlösen.

Ein Tierarzt war laut Schilderung der Beamten auf die Schnelle nicht zu bekommen, ein Fangschuss zu gefährlich, wie die Polizei am Mittwoch (7. September 2022) mitteilte. Auch das schwerst verletzte Tier zu bewegen, hätten sie ausgeschlossen, „so dass der Streifenwagen eingesetzt wurde“.

Einsatzkräfte sollen verwundete Katze absichtlich überfahren haben

Ein Anwohner zeigte die Polizisten wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz an.

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Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Detmold sagte, nach Eingang der Anzeige werde erst geprüft, ob ein Anfangsverdacht gesehen werde. Falls ja, würden Ermittlungen aufgenommen. „Man wird entscheiden, ob und gegebenenfalls was zu machen ist“, sagte er.

Die Beamten waren laut Polizei an einem frühen Morgen Ende August zu der Straße in ländlichem Gebiet bei Barntrup (Kreis Lippe) gerufen worden. Dort habe die schwerst verletzte Katze gelegen, die offenbar von einem Fahrzeug angefahren worden war. Das Tier sei augenscheinlich nicht mehr zu retten gewesen. Einen Tierarzt habe man angesichts der frühen Uhrzeit aber nicht erreichen können, woraufhin die Polizisten entschieden hätten, das Leid des Tiers selbst zu beenden.

Polizei hat mit ähnlichen Fällen häufiger zu tun

So einen Fall hätten die Einsatzkräfte alle paar Wochen, dabei gehe es um Wild-, aber auch Haustiere, sagte ein Polizeisprecher.

„So was macht keiner gerne.“ In aller Regel werde geschossen, das müsse aber vor Ort bewertet werden. In dem Fall war ein Schuss laut Einschätzung der beteiligten Polizisten zu gefährlich, weil die Katze demnach auf hartem Untergrund lag und sie Querschläger befürchteten. (dpa)

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