Nach der Machtübernahme der Taliban in Kabul will NRW zahlreiche Ortskräfte aus Afghanistan unterbringen. Das berichtete der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp und stellt eine Forderung an die Regierung.
AfghanistanNRW plant Aufnahme zahlreicher Ortskräfte – Stamp mit klarer Forderung an Regierung

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NRW plant laut Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten, Joachim Stamp, hier am 10. August 2021, die Aufnahme von zahlreichen afghanischen Ortskräften.
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Düsseldorf. Angaben von Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) zufolge, plant NRW mehrere Hundert Ortskräfte aus Afghanistan und deren Familien unterzubringen. „Wir haben bereits 800 Plätze für Ortskräfte, die evakuiert werden, sowie deren Familien, bereitgestellt“, sagte Stamp der „Rheinischen Post“ (Mittwoch, 18. August) in Düsseldorf. 1000 weitere Plätze sollen vornehmlich Frauen offenstehen, die in den Bereichen Bürgerrechte, Menschenrechte, Kunst und Journalismus arbeiten und die besonders bedroht sind.
Afghanistan: NRW will 800 Betroffene aufnehmen
Die Aufnahme zahlreicher afghanischer Ortskräfte sei mit allen Beteiligten besprochen: „Wir sind zudem bereit, für diejenigen, die als Verbündete vor Ort geholfen haben, weitere Kapazitäten zur Verfügung zu stellen“, sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident.
Der FDP-Politiker forderte die Bundesregierung auf, sich für eine internationale Konferenz einzusetzen, um die am meisten bedrohten Flüchtlinge, wie Frauen und Kinder, geordnet international zu verteilen.
Armin Laschet: „Notsituation erfordere schnelles humanitäres Handeln“
Auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) plädiert auf eine zügige Aufnahme der Betroffenen: „Neben den Ortskräften sind mutige und engagierte Frauen großen Gefahren durch die Taliban ganz besonders ausgesetzt“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet Ihre Notsituation erfordere schnelles humanitäres Handeln.
„Wir haben diese Frauen und ihre besonders extreme Gefährdung im Blick“, so der CDU-Politiker. „Wir haben bereits Vorsorge getragen, dass unsere Unterkünfte sofort bereit sind für diesen Akt der Humanität.“ (dpa/cw)
