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„Mal konsequent sein“ NRW-Justizminister mit klarer Meinung zu Cannabis-Legalisierung

Benjamin Limbach, Minister der Justiz von Nordrhein-Westfalen

NRW-Justizminister Benjamin Limbach ist für eine Cannabis-Legalisierung. Hier ein Foto vom 29. Juni 2022.

Benjamin Limbach (Grüne) ist seit Ende Juni neuer Justizminister in NRW. In einem Pressegespräch äußerte er sich nun zur Diskussion um die Legalisierung von Cannabis.

Der neue nordrhein-westfälische Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) hält eine Legalisierung von Cannabis für richtig.

„Ich befürworte sie im Grundsatz“, sagte der 52-Jährige gegenüber der „Rheinischen Post“ am Dienstag (2. August).

„Wenn wir Cannabis komplett illegal halten, müssen wir irgendwann mal konsequent sein und auch andere Dinge für illegal erklären“, argumentierte er.

NRW: Neuer Justizminister Limbach für Cannabis-Legalisierung

Natürlich beobachte er auch die Erfahrungen in den Niederlanden, wo nach der Legalisierung ein neues Kriminalitätsumfeld entstanden sei, ebenso wie die Folgen der Freigabe in Kanada. „Aber ich sehe es nicht ein, jeden jungen Menschen zu kriminalisieren, der mal einen Joint raucht.“

In ihrem schwarz-grünen Koalitionsvertrag haben CDU und Grüne verabredet: „Ein vom Bundestag zur Vermeidung von unkontrolliertem Cannabis-Konsum auf den Weg gebrachtes Cannabis-Kontrollgesetz werden wir mit Blick auf Jugend- und Verbraucherschutz sowie Gesundheitsschutz ergebnisoffen prüfen und bei einem Inkrafttreten in Nordrhein-Westfalen konsequent umsetzen.“

Der Ende Juni von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ins Kabinett berufene Minister berichtete der Zeitung auch über seinen persönlichen Werdegang. Ein Rat seiner Mutter Jutta Limbach habe ihn geprägt: „Drück dich präzise aus“, habe die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts ihrem Sohn mit auf den Lebensweg gegeben.

„Wenn du promovierst – schreib nicht mehr als 120 Seiten. Was du darauf nicht ausdrücken kannst, kannst du auch auf 200 Seiten nicht sagen.“ Immerhin habe er es mit 122 Seiten geschafft, erzählte der Justizminister, der in der Oberstufe mal einen ganz anderen Berufswunsch hatte.

„Ich wollte Kirchendiplomat sein und im Auftrag des Vatikans durch die Welt reisen, das war mein Traum“, bekannte er. „Gläubig war ich. Aber nicht superreligiös. Und mir ist klar geworden, dass ich ein Problem mit dem Gehorsam kriegen würde, weil ich bestimmte Glaubensgrundsätze nicht mittragen könnte.“ Nach dem Abitur habe er sich dann gefragt: „Womit kann man alles machen? Jura.“ (dpa)

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