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Ekelfund in NRW-NaturschutzgebietVerwesungs-Einsatz mit Plastiktonnen und in Schutzanzügen

Copyright: Stadt Langenfeld

Mitten im Naturschutzgebiet Further Moor wurden in Langenfeld insgesamt knapp 20 Plastiksäcke mit etwa 400 kg Schlachtabfällen gefunden, die das Referat Ordnung am Dienstagmorgen durch Spezialunternehmen einsammeln und entsorgen lassen musste.

Im Naturschutzgebiet ist ein schockierender Fund gemacht worden. Die Entsorgung stellte die Stadt vor eine große Herausforderung.

Er dachte erst, dass im Further Moor eine Leiche liegt... Dass zwar nicht, dennoch ist es ein schockierender Fund, den ein Umweltwissenschaftler der Biologischen Station Haus Bürgel machte.

Rund 400 Kilo Schlachtabfälle in Plastiksäcken – skrupellos entsorgt im Langenfelder Naturschutzgebiet!

Ekelfund in Langenfeld: Gefährlich für die Wildtiere

Den Ekelfund hatte schon zuvor eine Bürgerin der Stadt gemeldet. „Daraufhin wurde der Sache nachgegangen“, erklärte Andreas Voß von der Stadt Langenfeld gegenüber EXPRESS.de. Unbekannte hatten die Abfälle im Bereich eines Waldweges, der ins Moor führt, geworfen.

Wie der Umweltwissenschaftler dem WDR schilderte, seien Abfälle gut versteckt und bereits von zahlreichen Maden befallen gewesen. Diese könnten für die dort lebenden Wildtiere gefährlich werden. „Sie legen sich in kleinste Verletzungen und könnten ein Schaf beispielsweise bei lebendigem Leib innerhalb weniger Tage auffressen“, erklärte er.

Durch den Verwesungsprozess würden zudem hochkonzentrierte organische Stoffe in den Boden und in sensible Gewässer sichern. „Gerade in einem geschützten Biotop wie dem Further Moor gefährdet dies die Tier- und Pflanzenwelt akut“, sagte der Wissenschaftler.

Am Dienstag (27. Oktober)  wurden die Säcke durch eine Spezialunternehmen eingesammelt und entsorgt. „Es war sehr aufwändig, überhaupt Dienstleister zu finden, die bereit waren die ekelerregenden Funde zu bergen und zu entsorgen“, berichtet Referatsleiter Oliver Konsierke.

Mehrere blaue Fässer stehen im Naturschutzgebiet, ein Mann im Schutzanzug steht daneben.

Copyright: Stadt Langenfeld

Die Abfälle wurden am Dienstag (27. Oktober 2026)  durch Spezialunternehmen einsammelt.

Mit einem Radlader wurden die Säcke aufgenommen und von einem in Schutzkleidung gesicherten Schädlingsbekämpfer vor Ort in Plastiktonnen sicher verpackt. Anschließend wurden sie in einer Sondermüllverbrennung entsorgt.

Der Verwesungszustand der Tierkadaver war bereits weit fortgeschritten. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Abfälle kontaminiert sind und daher muss hier mit großer Vorsicht agiert werden. Fleischabfälle und nicht richtig entsorgtes Fleisch bergen ein erhebliches Infektions- und Gesundheitsrisiko durch Krankheitserreger oder Parasiten“, erläuterte Konsierke den Aufwand.

Bürgermeister von Langenfeld lobt Belohnung aus

Gemeinsam mit Dirk Heinrichs, dem städtischen Abfallberater des Referates Finanzbuchhaltung, Vollstreckung, Steuern hatte er die Aktion koordiniert. „Der Schaden für die Stadt, die diese Entsorgungsleistung vorfinanzieren muss, liegt bei rund 10.000 Euro“, rechnete Heinrichs vor.

Auch deshalb hat Bürgermeister Gerold Wenzens für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung der Verantwortlichen für die illegale Entsorgung führen, eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

Hinweise nimmt das Referat Ordnung unter Telefon 02173 794 2300 oder per Email unter ordnung@langenfeld.de entgegen. Zudem wurde Strafanzeige erstattet. (iri)