Auf einer Baustelle in Gronau kommt es zu einem folgenschweren Unfall: Beim Einbau von Treppenteilen in einen Schacht werden zwei Menschen tödlich verletzt. Die Polizei ermittelt.
Schulbau in NRWZwei Arbeiter bei Treppenhaus-Einsturz erschlagen

Copyright: Philipp von Ditfurth/dpa
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Arbeitsunfall in einem großen Schacht, in den vorgefertigte Treppenaufstiege per Kran gehoben und montiert wurden. (Symbolbild)
Aktualisiert:
Beim Einsturz von Betontreppen auf einer Schulbaustelle in Gronau im westlichen Münsterland sind zwei Bauarbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen erlitten bei dem Arbeitsunfall Verletzungen, wie die Stadt Gronau und die Polizei mitteilten. Zu ihrem Gesundheitszustand lagen zunächst keine näheren Informationen vor.
Die Unfallursache ist bislang nicht bekannt. Die Polizei ermittelt, auch das Amt für Arbeitsschutz ist eingeschaltet. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungskräfte
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Arbeitsunfall in einem großen Schacht, in den vorgefertigte Treppenaufstiege per Kran gehoben und montiert wurden. Treppenteile für mehrere Geschosse seien schon aufgebaut gewesen, als es dann plötzlich zu einem Einsturz gekommen sei, schilderte ein Polizeisprecher. Zwei Arbeiter darunter seien erschlagen worden. Unklar sei, ob ein großes Treppenteil vom Kran gefallen sei oder das Konstrukt einstürzte.
Nach Angaben der Stadt eilten die Rettungskräfte am Donnerstagmittag (29. Oktober) mit einem Großaufgebot zu der Unfallstelle. Dabei handelt es sich um einen Erweiterungsbau einer Schule. Neben 35 Feuerwehrleuten waren ein Notarzt, drei Rettungswagen-Teams, Polizeibeamte, zwei Fachberater des Technischen Hilfswerks und die Besatzung eines Rettungshubschraubers im Einsatz. Die Luftrettung wurde für den Verletztentransport laut Stadt dann nicht benötigt.
Zur Unfallzeit waren 15 Personen auf der Baustelle tätig, wie die Stadt weiter mitteilte. Notfallseelsorger betreuen Bauarbeiter vor Ort. Da noch Herbstferien sind, befanden sich keine Schüler und auch keine Lehrer Ort.
Die Schulleitungen des Gymnasiums und einer Gesamtschule seien über den Unfall informiert. Der Schulbetrieb könne voraussichtlich nach dem Ende der Herbstferien wieder aufgenommen werden. Die endgültige Freigabe liege bei der Kriminalpolizei. (dpa/red)
