160.000 Angestellte Nächster Verdi-Streik in NRW – auch Homeoffice betroffen

Fahnen und Plakate der Gewerkschaft Verdi

Die Gewerkschaft Verdi ruft zu landesweiten Streiks im Versicherungswesen am Freitag (1. April) auf. Hier ein Symbolfoto vom 19. Oktober 2020 in Köln.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten aus dem Versicherungswesen für Freitag zu Warnstreiks in NRW aufgerufen. Eine zentrale Kundgebung ist in Düsseldorf geplant.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ruft Innendienstangestellte des privaten Versicherungsgewerbes vom 30. März 2022 bis 1. April 2022 in vielen bundesweiten Versicherungsstandorten zum Streik auf.

Für Freitag (1. April) ist eine Versammlung vor der Zentrale der Provinzial in Düsseldorf geplant, wo am Nachmittag (14 Uhr) die dritte Tarifrunde für die rund 160.000 Angestellten im Innendienst der Versicherungsbranche in NRW ansteht.

Versicherungsbranche: Verdi ruft zu NRW-Streik auf – auch im Homeoffice

Da die meisten Beschäftigten in der Versicherungsbranche noch im Homeoffice arbeiten, wird eine Mehrheit der Beschäftigten in den Online-Streik treten. Mit den Aktionen soll der Druck auf den Arbeitgeberverband in NRW für das private Versicherungsgewerbe vor der dritten Verhandlungsrunde am Freitag erhöht werden.

„Die Versicherungsunternehmen haben 2021 hervorragende Geschäftsergebnisse erzielt. Die Branche ist – auch aufgrund des Engagements der Beschäftigten – hervorragend durch die Pandemie gekommen“, betont Verdi-Verhandlungsführerin Martina Grundler.

„Die Beschäftigten erwarten am Freitag ein Angebot der Arbeitgeberseite, das der hohen Inflation bei gleichzeitig hohen Gewinnen der Branche Rechnung trägt.“

Verdi: „Wollen Gehaltssteigerung nochmal verdoppeln“

Verdi war im Januar mit der Forderung nach fünf Prozent und einer Einmalzahlung von 600 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Verhandlungen gegangen. Daneben fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 60 Euro, ein Recht auf Homeoffice, ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit und Überstundenzuschläge für Teilzeitkräfte.

Darüber hinaus sollen die Tarifvereinbarungen zur Übernahme von Auszubildenden und der Qualifizierungstarifvertrag verlängert werden, da beide in den nächsten Monaten auslaufen. Bisher haben die Arbeitgeber eine Gehaltssteigerung von 2,5 Prozent ab November und zwei Einmalzahlungen von 450 Euro angeboten. (als)

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