Nach 160 JahrenTraditionsbetrieb muss Reißleine ziehen: Möbelhersteller aus NRW ist insolvent

Holzplatten für Tische werden in einem Möbelwerk automatisch zugeschnitten.

Holzplatten für Tische werden in einem Möbelwerk automatisch zugeschnitten. Die Aufnahme dient als Symbolfoto.

Bitteres Ende nach 160 Jahren. Ein Traditions-Unternehmen aus NRW muss Insolvenz anmelden. Wie der Möbelhersteller aus Delbrück bekannt gab, litt das Unternehmen zunehmend unter „beträchtlichen Umsatzrückgängen“.

von Paulina Meissner (mei)

160 Jahre hielt sich der Möbelhersteller Schröder in der Branche. Nun ist das Unternehmen insolvent. Wie es für den Betrieb und die Mitarbeitenden weitergeht, ist aktuell noch ungewiss.

Wie „t-online“ berichtet, hat das Unternehmen bereits am Montag (8. Juli 2024) einen Insolvenzantrag gestellt. Die Mitarbeitenden wurden laut dem Paderborner Sender „Radio Hochstift“ am Folgetag über die Insolvenz informiert. Wie es für die rund 100 Beschäftigten nun weitergeht, das ist noch nicht klar.

Mönelhersteller aus NRW muss Insolvenz anmelden

Geschäftsführer Franz-Hendrik Schröder erklärte gegenüber dem Sender, die schwache Auftragslage sowie anhaltend hohen Kosten seien die Hauptgründe für die finanzielle Notlage gewesen. Das Ergebnis seien dann „beträchtlichen Umsatzrückgänge“ gewesen, die das Unternehmen nicht mehr stemmen konnte. Der Betrieb musste die Reißleine ziehen.

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Die Produktion laufe zunächst weiter und auch das Schwesterunternehmen, die Polstermöbelfabrik Schröno sei laut Schröder aktuell noch „gut aufgestellt“.

Bei dem Möbelhersteller Schröder sieht es dagegen düster aus. Sollte sich der Betrieb auch durch die Insolvenzanmeldung nicht mehr retten können, droht das endgültige Aus. Das Unternehmen stellt bereits seit 1864 Möbel her. Die Produkte werden unter anderem bei Porta, Höffner oder Segmüller vertrieben.