Leiche blieb monatelang unentdeckt Prozessauftakt in Mönchengladbach mit Gruselmordfall

Mönchengladbach: Ein Tatort ist mit Absperrband gesichert.

Nach dem Fund einer verwesten Leiche in einem Hochhaus in Mönchengladbach steht der mutmaßliche Mörder ab Montag (4. Oktober 2021) vor Gericht. Das Symbolfoto zeigt einen Tatort am 20. September 2018.

Nach dem Gruselfund einer Leiche in einem Hochhaus am Römerbrunnen wird dem mutmaßlichen Mörder in Mönchengladbach der Prozess gemacht.

Mönchengladbach. Die Leiche verweste bereits ... Rund sieben Monate nach dem Fund eines Toten (40), der wochenlang unentdeckt in seiner Hochhauswohnung gelegen hatte, muss sich ab Montagmittag (4. Oktober 2021) der mutmaßliche Täter (28) vor Gericht verantworten.

Der 28-Jährige war am 1. April 2021 festgenommen worden und sitzt seitdem wegen Mordverdachts in U-Haft. Dem wohnsitzlosen Angeklagten wird vorgeworfen, nach gemeinsamem Drogenkonsum mit einem Stuhl auf den 40-Jährigen eingeschlagen und 16-mal mit einer Schere auf ihn eingestochen zu haben. Das Opfer verblutete. 

Mordprozess in Mönchengladbach: Leiche dank Nachbarn entdeckt

Der mutmaßliche Mörder soll den Toten mit mehreren Decken zugedeckt, dessen Mobiltelefon genommen und die Wohnung verlassen haben. Die Leiche wurde am 25. März entdeckt. Anwohner des Hochhauses am Römerbrunnen hatten sich um ihren Nachbarn gesorgt, der schon länger nicht mehr gesehen worden war. Die alarmierte Feuerwehr öffnete dann die Wohnungstür in dem 90-Parteien-Wohnblock und machte den Gruselfund. 

Der Tote wies vielfache Verletzungen an Kopf und Hals auf. „Der Zeitpunkt seines Todes hatte beim Auffinden bereits einige Wochen zurückgelegen“, erklärte damals ein Polizeisprecher. 

Die Ermittler hatten in der Wohnung des Opfers zahlreiche Spuren gesichert, darunter auch die des 28-Jährigen. Der polizeibekannte Angeklagte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Für den Prozess sind bis zum 24. November vier weitere Verhandlungstage angesetzt. (mit dpa)

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