Widerliche Botschaft NRW-Minister Reul bekommt ganz speziellen Drohbrief

herbert reul brief

Bekam Post: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat einen Drohbrief bekommen, in dem auch eine Patronenhülse war. Unser Bild entstand am 20. August 2020 in Düsseldorf.

Düsseldorf – Widerliche Botschaft an Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU): Er hat ein Drohschreiben erhalten. Das bestätigte der Sprecher des Innenministeriums am Mittwochabend, 9. September. In dem Brief befand sich zudem ein ganz spezieller Gegenstand.

  • NRW-Innenminister Reul bekommt beängstigenden Drohbrief
  • Der Drohbrief enthält auch eine leere Patronenhülse
  • Aich andere Politiker sind betroffen – Verdacht auf Terror von Links

In Reuls Brief befand sich eine leeren Patronenhülse. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass mutmaßliche Linksextremisten auch an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) Drohbriefe mit Patronenhülsen verschickt haben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen, nachdem zuerst der „Spiegel" darüber berichtet hatte.

Drohbriefe an eitere Politiker: Terror-Vereinigung RAZ im Visier

Demnach erhielten auch 14 Landesinnenminister, Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang und das Bundesverfassungsgericht in den vergangenen Monaten solche Drohschreiben. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt wegen der Vorfälle schon länger gegen eine Gruppierung, die sich Revolutionäre Aktionszellen (RAZ) nennt. Sie wird als Terror-Vereinigung eingestuft.

Der Sprecher des Innenministeriums in NRW teilte mit, dass im Mai 2020 in der Poststelle ein an Reul adressierter Umschlag „mit einem vierseitigen Drohschreiben" mit der Überschrift 'Im Namen des Volkes' eingegangen sei. „Die Verfasser bezeichnen sich darin als 'Militante Zelle (MIEZE) des Kollektivs der Revolutionären Aktionszellen (RAZ)'. Neben dem Schreiben enthielt der Umschlag die leere Patronenhülse einer Schreckschusspistole."

Brandsatz bei Firma Tönnies

Zuletzt hatten die RAZ nach dem Fund von Brandsatz-Bestandteilen vor der Villa des Fleischunternehmers Clemens Tönnies Ende August 2020 ein Bekennerschreiben verschickt. Die Gruppe bezichtigte sich auch, in der Nacht auf den 2. August 2020 Brandsätze an der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg abgelegt zu haben. Einer dieser Brandsätze war angezündet worden, aber von selbst wieder ausgegangen. (dpa) 

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