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Millionen-Coup in GelsenkirchenJetzt keimt ein übler Verdacht auf: Auch Shisha-Bars im Visier

Aktualisiert

Eine üble Vermutung macht nach dem Banküberfall in Gelsenkirchen die Runde.

Die Gerüchte brodeln, seitdem bei einem aufsehenerregenden Coup in einer Sparkassen-Zweigstelle im Stadtteil Buer Diebesgut im Wert von mehr als 100 Millionen Euro erbeutet wurde.

Eine hitzige Debatte läuft im Internet und in Fernsehberichten: Befinden sich unter den Geschädigten womöglich Bezieher von Bürgergeld, die ihr Hab und Gut insgeheim vor den Behörden verborgen hielten? Die Einbrecher knackten beinahe sämtliche 3250 Schließfächer.

Befinden sich unter den Geschädigten womöglich Bezieher von Bürgergeld?

Natürlich geht diese Vermutung auch dem verantwortlichen Jobcenter in Gelsenkirchen nach. Allerdings kann die Dienststelle nichts unternehmen.

Die Chefin des Jobcenters, Anke Schürmann-Rupp, teilte mit, dass es wegen des Datenschutzes nicht erlaubt sei zu ermitteln, welche ihrer Klienten Schließfächer haben. Zugleich macht sie aber eine glasklare Ansage: „Sollten wir Hinweise zu Vermögenswerten erhalten, werden wir selbstverständlich im Rahmen unserer Möglichkeiten prüfen, ob diese dem Jobcenter bekannt sind, und notwendige Schritte einleiten.“ Das heißt übersetzt: Wer geschummelt hat, dem drohen ernste finanzielle und rechtliche Folgen. Das berichtet „Focus online“.

Die Beträge, die in den Fächern aufbewahrt wurden, sind zum Teil atemberaubend. Manche Geschädigte gaben an, über 500.000 Euro verloren zu haben, einige nannten sogar Summen in Millionenhöhe. Nach Informationen der „Bild“ erscheint den Fahndern der Ursprung einiger Vermögen merkwürdig.

Man munkelt über nicht versteuerte Einnahmen oder Gelder von Clans, die aus Verbrechen stammen. Wie die dpa mitteilte, ist von vielen Opfern offiziell die Rede von „Hochzeitsgeldern“.

Währenddessen kursieren in den Social-Media-Kanälen unbestätigte Vermutungen über „illegales Vermögen“. Ein User postet: „Das ganze schöne Schwarzgeld der Barber-Shops und Shisha-Bars und vieler mutmaßlicher Sozialschmarotzer einfach weg...“

Ein weiterer kommentiert: „Würde da mal gucken, woher das Geld kommt und ob die Leute eigentlich Sozialleistungen beziehen“. Zudem stellt der Kolumnist Hans-Ulrich Jörges bei „Welt TV“ die Frage, woher die riesigen Summen in der „Armutsstadt Gelsenkirchen“ stammen, und äußert den Verdacht auf Steuerhinterziehung oder Sozialleistungsbetrug.

Aber gegen diese verallgemeinernden Anschuldigungen regt sich auch heftiger Widerstand. Burkhard Benecken, ein Strafverteidiger aus Marl, der zig Opfer repräsentiert, wehrt sich gegen die Anschuldigungen.

Zahlreiche seiner Klienten, häufig mit türkischen Wurzeln, hätten Geld für ihre Rente, den Kauf von Häusern oder die Mitgift zurückgelegt. Er versichert, dass 95 Prozent des Geldes seiner Mandantschaft aus legalen Einnahmen kommen und er dies mit Dokumenten nachweisen kann. Benecken macht deutlich: „Wir sollten nicht versuchen, die Opfer in die Täterecke zu drängen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.