Neuer Vorsitzender Landesparteitag in NRW: CDU wählt Hendrik Wüst 

Hendrik Wüst, designierter neuer Landesvorsitzender nimmt nach seiner Rede den Applaus der Delegierten entgegen neben Gesundheitsminister Jens Spahn (l) auf dem Landesparteitag der CDU Nordrhein-Westfalen.

Der frisch gewählte CDU-Vorsitzende Hendrik Wüst auf dem CDU-NRW-Parteitag am Samstag (23. Oktober 2021) in Bielefeld.

Dieses Wochenende schreibt die NRW-CDU das erste Kapitel der Machtübergabe: Hendrik Wüst wurde als neuer Landesparteichef nach Armin Laschet gekürt.

Bielefeld. Jetzt wird es ernst. Die nordrhein-westfälische CDU hat am Samstag (23. Oktober) einen neuen Landesvorsitzenden als Nachfolger von Armin Laschet gewählt. Der 60-jährige Landespartei- und Regierungschef hatte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (46) vorgeschlagen, der nun auch gewählt wurde und voraussichtlich am kommenden Mittwoch (25. Oktober) im Landtag auch als neuer Ministerpräsident gewählt werden soll.

NRW-CDU: Hendrik Wüst wird Armin Laschets Nachfolger

Auf dem Parteitag in Bielefeld hat Hendrik Wüst 98 Prozent der Stimmen erhalten. Für ihn stimmten 645 Delegierte bei 656 abgegebenen gültigen Stimmen. Nein-Stimmen gab es elf an der Zahl. Wüst bedankte sich für das „große Vertrauen“ der Delegierten und nahm die Wahl an.

Wüst plädierte in seiner Rede vor seiner Wahl zum neuen Parteichef dafür, nach vorne zu schauen. Es müsse gelten: „Haltung statt Spaltung“, sagte er. Zudem bezeichnete er es in seiner Ansprache, die von den Delegierten ebenfalls mit minutenlangem Applaus honoriert wurde, als Privileg, daran mitarbeiten zu können, eine gute Zukunft für die Kinder zu gestalten, die heute geboren eine statistische Lebenserwartung von mehr als 80 Jahren hätten.

Als Generalsekretär im Amt bestätigt wurde bei dem Parteitag der nordrhein-westfälischen CDU Josef Hovenjürgen. Er erhielt in Bielfeld 93,9 Prozent Zustimmung.

NRW-CDU: Hendrik Wüst: Ministerpräsidenten-Wahl soll folgen

Am kommenden Mittwoch soll der 46-Jährige dann vom Düsseldorfer Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werden. Der personelle Wechsel wird notwendig, nachdem Laschet, der in diesem Jahr als Kanzlerkandidat der Union angetreten war, sich schon vor der Bundestagswahl festgelegt hatte, auch im Falle eines Scheiterns nicht in seinen Ämtern in NRW zu bleiben.

Laschet führt den mit rund 122.000 Mitgliedern stärksten CDU-Landesverband seit 2012. Zuletzt war er 2018 mit 96,3 Prozent der gültigen Delegiertenstimmen und seinem damit besten Ergebnis zum dritten Mal wiedergewählt worden.

Coronabedingt sind die regulären Vorstandswahlen seitdem überfällig. Auch auf weiteren Vorstandsposten soll es Wechsel geben. Erstmals während der Pandemie kamen alle 677 Delegierten wieder in Präsenz zusammen und stimmten vor Ort ab. Gegenkandidaturen zu Wüst waren nach Parteiangaben nicht angemeldet worden.

NRW-CDU: Hendrik Wüst will nicht nur Übergangskandidat sein

Der Bielefelder Parteitag entscheidet nicht über die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl am 15. Mai 2022. In einem Grußwort zu dem Delegiertentreffen bezeichnet Laschet dieses aber als „Startschuss für die Vorbereitung“. Wüst hat bereits deutlich gemacht, dass er sich nicht als Übergangskandidat versteht, sondern die schwarz-gelbe Koalition darüber hinaus fortsetzen will. (dpa)

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