Live-Ticker Erdbeben-Katastrophe erschüttert Türkei und Syrien – Baerbock mit Appell: „Grenzen öffnen“

H&M-Filiale bei Köln Heftige Schaufenster-Aktion – macht nachdenklich und betroffen

Kundinnen und Kunden stehen in einer Schlange vor einer H&M-Filiale.

Bei H&M in Bergisch Gladbach werden Kleidungsstücke von Personen gezeigt, die Opfer von sexualisierter Gewalt wurden. Unser Symbolfoto zeigt eine Filiale in Leipzig.

Diese Ausstellung macht nachdenklich. Unter anderem H&M zeigt in Bergisch Gladbach besondere Kleidungsstücke von Frauen im Schaufenster.

Beim Blick in das Schaufenster stockt einem der Atem. Bei H&M in Bergisch Gladbach werden derzeit nicht nur die neuesten Modetrends gezeigt.

Für Aufsehen sorgt die Wanderausstellung mit dem Titel „Was ich anhatte ...“ von Beatrix Wilmes.

Zwölf Outfits von Personen, die Opfer von sexualisierter Gewalt wurden

Die Initiatorin zeigt zwölf Outfits, die Mädchen und Frauen und ein Junge zu dem Zeitpunkt trugen, als sie Opfer von sexualisierter Gewalt wurden.

Am Montag (28. November 2022) wurde die Ausstellung von Bürgermeister Frank Stein und Judith Klaßen, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, eröffnet. Zu sehen sind die Kleidungsstücke bis zum 2. Dezember 2022 nicht nur bei H&M, sondern auch im Schaufenster des LoewenCenters.

Eine Frau steht vor einem Schaufenster.

„Was ich anhatte ...“ – dieses Foto vom 8. März 2021 zeigt ein Schaufenster mit den Kleidungsstücken in Aachen.

„In der Ausstellung treten die Frauen aus ihrer Opferrolle heraus und brechen ihr Schweigen. Ihre Geschichten machen betroffen, sollen uns zwingen hinzusehen, ohne voyeuristisch zu sein, zu unterstützen, zu verändern“, so die Gleichstellungsbeauftragte Judith Klaßen.

Bei den ausgestellten Kleidungsstücken handelt es sich größtenteils um originale Beweisstücke, die fehlenden Kleidungsstücke wurden nach den Angaben der Opfer nachgekauft, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach.

Sexueller Missbrauch bei Kindern: Anzeichen und Hinweise – hier im Video.

Wer beim Vorbeigehen einen Barcode an den unterschiedlichen Kleidungsstücken scannt, erfährt mehr über die Schicksale der betroffenen Frauen.

„Frauen werden nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock tragen“

Die Ausstellung soll verdeutlichen, dass die Kleidung der Frauen, ihre Art sich anzuziehen, die Schuld der Täter nicht mindert. „Frauen werden nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock tragen“, so die zentrale Botschaft.

Nach der Station in Bergisch Gladbach wird die Ausstellung vom 5. bis 9. Dezember in der Kattwinkelschen Fabrik in Wermelskirchen und vom 12. bis 16. Dezember auf Schloss Eulenbroich gezeigt. (mt)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.