2

GewerbesteuernDüsseldorf hängt Köln ab

Gewerbesteuer in NRW stagniert

Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kaum Mehreinnahmen für NRW-Kommunen: Die Gewerbesteuer stagniert. (Symbolbild)

Köln gehört zu den Spitzenreitern bei der Gewerbesteuer, doch eine kleine Stadt liegt ganz weit vorne.

Kaum Bewegung bei den Gewerbesteuern in NRW. Laut einer Bekanntmachung von IT.NRW, dem Statistischen Landesamt, vom Dienstag (23. Juni 2026) belief sich das Aufkommen für das Jahr 2025 auf fast 17 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer minimalen Steigerung von lediglich 0,3 Prozent.

Rechnerisch ergibt sich daraus ein Betrag von 943 Euro je Einwohner für das gesamte Bundesland. Allerdings klafft zwischen den Kommunen eine riesige Lücke.

Köln in NRW-Spitzengruppe – hier bleiben die Kassen leer

Köln belegt im Ranking der unabhängigen Städte mit den größten Pro-Kopf-Einkünften den zweiten Rang. Mit einer Einnahme von 1.524 Euro je Einwohner wird die Domstadt lediglich von Düsseldorf übertroffen, wo der Wert bei 2.349 Euro liegt. Münster sichert sich mit 1.259 Euro die dritte Position.

Diese Werte verdeutlichen die ökonomische Kraft der rheinischen Großstädte im direkten Vergleich. Jedoch präsentiert sich die Lage am unteren Ende des Spektrums weitaus trüber.

Die geringsten Pro-Kopf-Beträge aus der Gewerbesteuer verzeichneten Herne (374 Euro), gefolgt von Bottrop (545 Euro) und Solingen (589 Euro). Die Differenz zu den führenden Kommunen ist gewaltig und verdeutlicht das finanzielle Ungleichgewicht in Nordrhein-Westfalen.

An der unangefochtenen Spitze in ganz Nordrhein-Westfalen steht allerdings eine kleinere Gemeinde aus dem Kreis Mettmann: Monheim am Rhein erzielte einen sensationellen Pro-Kopf-Wert von 4.418 Euro. Ebenfalls zu den wohlhabendsten Gemeinden zählen Erndtebrück im Kreis Siegen-Wittgenstein (4.209 Euro) sowie Legden im Kreis Borken (2.900 Euro). (dpa/red)

Schildkröte auf Autobahn-Zufahrt
Drama auf A2 in NRW
Unglaublicher Anblick – Polizei hat schlimmen Verdacht