Hochwasser in NRW Flut-Geschädigten droht Obdachlosigkeit, Regierung stellt Plan vor 

Armin Laschet (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, sprechen während einer Pressekonferenz im Juli 2021.

Armin Laschet (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, sprechen während einer Pressekonferenz im Juli 2021. Am Freitag (27. August) haben sich Laschet und Scharrenbach zu dem Wiederaufbau in NRW geäußert. 

Die Flutkatastrophe hat den Westen Deutschlands hart getroffen. Viele Menschen haben ihr Leben verloren, Städte und Stadtteile sind massiv zerstört. Wie der Wiederaufbau gelingen soll, darüber äußerten sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bauministerin Ina Scharrenbach in einem Live-Statement. 

Düsseldorf. Bei der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli starben in Nordrhein-Westfalen fast fünfzig Menschen, zudem richten die gewaltigen Wassermassen Schäden in Milliarden-Höhe an. Es beginnt also in vielen Städten nun der Wiederaufbau.

Der NRW-Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach stellten dazu am Freitag (27. August) in einer Live-Pressekonferenz Dr. Fritz Jaeckel als Landesbeauftragten für den Wiederaufbau vor. Informiert wurde zudem zum aktuellen Stand und dem weiteren Vorgehen beim Wiederaufbau. 

Sie können die Pressekonferenz in dem eingehängten Stream auch nachträglich anschauen. 

Das Land Nordrhein-Westfalen rechnet nach der Hochwasserkatastrophe mit bis zu 100 000 Anträgen für Finanzhilfen aus dem privaten Bereich. „Die Gelder sollen über ein Online-Verfahren beantragt werden“, sagte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Freitag in Düsseldorf. Der Aufbau der Infrastruktur dafür laufe derzeit. Da es aber auch viele ältere Betroffene gibt, soll es auch eine Hilfe bei den Anträgen vor Ort geben, sagte die Ministerin.

Für Flutgeschädigte, deren Haus nicht im kommenden Winter wieder bewohnbar ist, soll Ersatzwohnraum geschaffen werden. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) erklärte, dass derzeit mit den Kommunen erörtert werde, wie groß der Bedarf sei mit Blick auf drohender Obdachlosigkeit im Herbst und Winter und welche Grundstücke für solche Ersatzbauten zur Verfügung stehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach Angaben von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Anfang September erneut die Flutgebiete besuchen. Sie wolle sich vor Ort erneut über die Situation nach der Hochwasserkatastrophe informieren, sagte Laschet.

Flutkatastrophe: Laschet verspricht schnelle, unbürokratische Hilfe

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekräftigte bereits zuvor, dass es beim Wiederaufbau um schnelle und unbürokratische Hilfe gehe. Die Auszahlung der Soforthilfe habe unmittelbar begonnen. Bisher seien 185 Millionen Euro an betroffene Bürger, 65 Millionen Euro an Kommunen und 26 Millionen Euro an Unternehmen ausgezahlt worden. Das 30 Milliarden Euro schwere Paket für den Wiederaufbau in den Hochwassergebieten von NRW und Rheinland-Pfalz beschäftigte am Mittwoch das erste Mal den Bundestag. Am 7. September könnte es der Bundestag beschließen. Laschet kündigte mit Rheinland-Pfalz einen gemeinsamen Antrag an, dass der Bundesrat am 10. September ebenfalls darüber berät.

Das Wiederaufbau-Paket über 30 Milliarden Euro wird von Bund und Ländern gemeinsam getragen. Das zeige, dass der Föderalismus in Deutschland handlungsfähig sei. Für NRW kündigte Laschet an, dass die Landesregierung einen Nachtragshaushalt in den Landtag einbringen wolle. Jeder einzelne könne auf die Solidarität der Gemeinschaft zählen. Die Hilfen sollen schnell ankommen. (dpa/mei)

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