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Flut-Katastrophe 2021 Ein Jahr danach: NRW-Verkehrsminister zieht überraschende Bilanz

Krater neben Kiesgrube in Erftstadt-Blessem.

Bei der Flut in NRW und Rheinland-Pfalz 2021, hier ein Foto von Erftstadt-Blessem am 15. Juli, wurden unzählige Straßen zerstört.

Die Jahrhundertflut im vergangenen Juli hat viele Kilometer Straßen und Schienen in NRW zerstört. Nun gibt es nur noch vereinzelte Sperrungen. Der neue Verkehrsminister will künftig die Folgen des Klimawandels stärker in den Fokus rücken.

Gut ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe (14. Juli 2021) sind in Nordrhein-Westfalen fast alle durch das Unwetter beschädigten Straßen und Bahnstrecken wieder vollständig befahrbar. An elf Bundes- und Landesstraßen bestehen nach Angaben von Straßen.NRW noch ganz- oder halbseitige Sperrungen.

„Wir sind zwar noch nicht am Ziel. Aber wir haben beim Wiederaufbau der Straßeninfrastruktur einen großen Teil bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht“, sagte Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Die Folgen der Klimakrise haben uns einmal mehr gezeigt, dass wir auch unsere Infrastruktur klimafest machen müssen.“

Flut 2021: Fast alle Straßen und Schienen in NRW wieder in Betrieb

Die noch gesperrten Straßen befinden sich nach Angaben des Landesbetriebs in den Kreisen Velbert, Essen, Solingen, Aachen, Euskirchen und im Märkischen Kreis. Dort müssten unter anderem Fahrbahnen und Böschungen wieder instand gesetzt oder Stützwände erneuert werden.

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Von 15 zerstörten Brücken seien acht bereits neu errichtet worden, der Bau der übrigen sei im Gange oder werde bald beginnen.

Auf den Autobahnen im südlichen Rheinland war als Folge der Flutkatastrophe zunächst eine Gesamtstrecke von rund 90 Kilometern gesperrt, wie die Autobahn GmbH mitteilte. Etliche Bauwerke wie Brücken und Lärmschutzwände waren zerstört, Hangrutsche hatten zahlreiche Straßen destabilisiert.

Bis Ende 2023 soll Eifelstrecke wieder vollständig befahrbar sein

Inzwischen gebe es keine durch die Flut bedingten Engpässe mehr. Der letzte betroffene Abschnitt auf der A1/A61 wurde im April wieder freigegeben.

Auch bei der Bahn sind die meisten durch das Hochwasser beschädigten Teilstücke wieder instand gesetzt. Noch länger gesperrt bleiben wird die Erfttalbahn-Strecke zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel. Hier seien Bahndämme, Gleise, Bahnübergänge und Brücken derart zerstört, dass der umfangreiche Wiederaufbau noch über 2022 hinaus dauern werde, teilte die Deutschen Bahn mit.

Auch auf der Eifelstrecke sind zwischen Kall und Nettersheim noch aufwendige Reparaturarbeiten im Gange. Bis Ende 2023 soll die 160 Kilometer lange Eifelstrecke wieder vollständig befahrbar sein. (dpa)

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