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Verbrannter Mann an der Düsseldorfer Bushaltestelle Obduktionsergebnis steht fest

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Der Mann kam mit schwersten Verbrennungen in eine Spezialklinik.

Düsseldorf – Artikel aktualisiert am 4. Juni 2020 – Im Fall des verbrannten Mannes von der Bushaltestelle in Düsseldorf-Eller gibt es ein erstes Ermittlungsergebnis - wenn auch ein wenig überraschendes: Die Obduktion des 70-Jährigen hat ergeben, dass er an seinen schweren Brandverletzungen gestorben ist.

Weiterhin völlig unklar ist, wie der Mann in Flammen aufgehen konnte: War es ein Unfall? Hat er sich selbst angezündet? Oder wurde er von jemand anderem angesteckt?

Der Verbrannte von der Düsseldorfer Bushaltestelle: So kam es zu dem schrecklichen Flammentod

Die zahlreichen Menschen auf dem Parkplatz des Penny-Supermarktes an der S-Bahnstation Düsseldorf-Eller blickten zur gegenüberliegenden Bushaltestelle, als sie einen gellenden  Schrei vernahmen. In dem Wartehäuschen erblickten sie eine menschliche Fackel. Ein Szenario, das einen ganzen Stadtteil lähmte.

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Düsseldorf: Brandopfer starb in der Klinik

Hat er sich selbst verbrannt? Oder wurde er sogar angezündet? Noch immer gibt das Drama um den brennenden Mann von der Bushaltestelle in Eller Rätsel auf. Eine schreckliche Gewissheit gibt es allerdings inzwischen: Der Mann hat nicht überlebt. Er starb in einem Krankenhaus.
Die Ermittler wissen inzwischen auch, wer der Verbrannte ist: Es handelt sich um den 70-jährigen Düsseldorfer Helmut R.. Wie es zu dem Feuer-Drama kam, ist weiter unklar, Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

Es war jedenfalls am Dienstagabend gegen 19 Uhr, als sich den Passanten am S-Bahnhof Eller das entsetzliches Bild von Helmut R. bot, der allein im Wartehäuschen der Bushaltestelle saß und lichterloh brannte.

Düsseldorfer Polizeisprecher: „Wir ermitteln in alle Richtungen“

Nach den ersten Schocksekunden riefen Zeugen sofort Polizei und Feuerwehr. Andere versuchten verzweifelt, dem von Kopf bis Fuß brennenden Menschen zu helfen. „Beim Eintreffen der Kollegen war der Mann bereits gelöscht“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Der Mann kam mit schwersten Verbrennungen in eine Spezialklinik, wo die Ärzte um sein Leben kämpften – vergeblich.

Die Hintergründe des Brandes, und ob es sich um Eigen-, oder Fremdverschulden handelt, sind derzeit noch unklar. Polizeisprecher Kim Freigang: „Wir ermitteln in alle Richtungen.

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Detlef Johne zeigt auf den Sitz, auf dem sein Freund verbrannte.

Düsseldorf: „Das hat er sich nicht selbst angetan“

Dass er sich selbst angezündet haben soll,  wollen vor  allem seine Freunde nicht wahrhaben. „Helmut war ein ausgesprochen lieber und ausgeglichener Kerl. Das hat er sich unmöglich selbst angetan“ sagt Detlef Johne. „Wir haben uns fast jeden Tag mit weiteren Bekannten hier im Wartehäuschen getroffen. Das war sowas wie unser Treffpunkt hier.“

Auch am Dienstag hatte er Helmut R. noch getroffen. „Im Penny-Markt, wo sich Helmut immer seinen Weißwein und seine Zigarillos kaufte.“

Düsseldorf: Diesmal ging Helmut R. allein zur Haltestelle

Diesmal war er seinem Kumpel allerdings nicht mit zur Haltestelle gefolgt. Helmut ging allein. Was dann passierte, kann sich auch Detlef Johne nicht erklären: „Ich kann mir nur unmöglich vorstellen, dass er das selbst gemacht hat. Dafür war er einfach nicht der Typ. Das hat ihm jemand angetan. Und ich hoffe, dass der bald zur Rechenschaft gezogen wird“, sagt der Düsseldorfer.

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Erfahren hatte von dem entsetzlichen Vorfall erst am nächsten Tag. Detlef Johne: „Als ich die Polizeifotos sah, erkannte ich darauf Helmuts Hemd. Ich bin unfassbar traurig.“

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