Solinger Baby Felicitaz Gutachter bestätigt nach Kindeswegnahme - kein Schütteltrauma

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Oberlandesgericht Düsseldorf. Hier bekamen die Eltern nach mehreren Monaten ihr Kind zurück, das vom Jugendamt  an eine Pflegemutter gegeben wurde.

Solingen – Die Eltern des inzwischen acht Monate alten Babys Felicitaz haben Wochen des Horrors hinter sich. Ein namhafter Gutachter urteilt jetzt: Es gibt keinen Beweis für ein Schütteltrauma! Es könnte auch ein Geburtstrauma gewesen sein.

EXPRESS hatte den Fall aufgedeckt

EXPRESS enthüllte über Wochen das Drama um das Baby, fand Fehler und Merkwürdigkeiten beim Jugendamt und im Klinikum Solingen. Mehrere TV-Sender berichteten.  Jetzt werden wohl alle unschuldig sein …

Baby Felicitaz endlich wieder bei Mama und Papa

Zuerst nahm das Jugendamt Solingen Stefanie und Manuel S.  (28/28) das Baby im Alter von sechs Wochen weg. Grund: Verdacht eines Schütteltraumas, den das Klinikum den Eltern angehängt hatte.

Oberlandesgericht beendete Kindeswegnahme

Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab den Eltern das Baby unter Auflagen zurück. Und jetzt kommt ein Hamburger Gutachter zum Ergebnis: Kein Beweis für das Schütteltrauma, aber starke Hinweise auf ein mögliches Geburtstrauma und Klinikum-Mängel in der Diagnostik und Behandlung.

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Das Gutachten der Erlösung. Ein "Schütteltrauma" kann nicht bewiesen werden. Stefanie und Manuel S. mit ihrem Wunschbaby Felicitaz.

Anlass  der Kindeswegnahme war auch eine Gefahrendiagnose der Rechtsmedizin Düsseldorf. Sie reichte zur „Bestätigung“. Die Diagnose war vermutlich so miserabel erfolgt, dass die Universitäts-Verwaltung die fehlerhafte Erstellung als „Schadensfall“ sofort ihrer Versicherung meldete. Da fragen sich die Eltern: Was hat die Rechtsmedizin Düsseldorf da zu verantworten? Die Eltern wissen es noch nicht.

Vater kritisiert Fehler und Willkür

Manuel S.: „Ich bin im Zweifel für den Schutz von gefährdeten Kindern. Aber hier habe ich den Eindruck, dass mit einer Willkür- und  Fehlerkette ein Familiengericht  instrumentalisiert wurde.“

Klinikum und Jugendamt in Erklärungszwang! Der renommierte Gutachter fand zwar unerklärbare Ereignisse, aber es könnte so und so sein, aber auch ganz anders. Beweise für ein unzweifelhaftes Schütteltrauma: Fehlanzeige. Wie es weitergeht, entscheidet jetzt das Familiengericht Solingen.

Nervenkrieg um tägliche Kontrolle 

Noch gelten Auflagen, unter denen das Oberlandesgericht Düsseldorf die Kindeswegnahme kürzlich aufgehoben hatte. So kommt jeden Tag eine Kontrolle vom Jugendamt, sieht nach, wie es dem Kind geht. Und es muss zweimal wöchentlich einem Arzt vorgestellt werden.

Ergebnis: Null. Felicitaz geht es prächtig, wie ein Mediziner EXPRESS erklärte. Keine Auffälligkeiten, kerngesund, putzmunter. Nach einem behaupteten Schütteltrauma mit allgemein bekannten schlimmsten bis lebensbedrohlichen Folgen schon sehr wundersam.

Wundersame Heilung vom "Schütteltrauma"

Nachdem Felicitaz den Eltern aus dem Klinikum  heraus vor sieben Monaten weggenommen worden war, machte das Baby schon damals  einen gesunden Eindruck - obwohl es wenige Wochen zuvor "geschüttelt" worden sein soll. Da darf man schon nachdenklich werden...

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