„Das ist nicht fair“ Lady Gaga: Lob für irre Show – Spott und Ärger über Bühnenbau

Lady Gaga bei ihrem Konzert in Düsseldorf.

Lady Gaga war bei ihrem Konzert der „The Chromatica Ball“-Tour in Düsseldorf nicht von allen Plätzen im Stadion zu sehen.

Die Show und die gesanglichen Leistungen von Lady Gaga begeisterten alle Fans beim Tour-Start in Düsseldorf. Weniger zufrieden waren viele jedoch mit dem Bühnen-Design.

Knapp zwei Stunden Show der Superlative. Lady Gaga (36) setzte zum Start ihrer Tour „The Chromatica Ball“ am Sonntag (17. Juli 2022) in Düsseldorf neue Maßstäbe. Beim einzigen deutschen Konzert dieser Welttournee gab es für die Fans viel zu sehen und zu erleben.

Der Auftritt war bei den Twitter-Trends viele Stunden das bestimmende Thema. Einige Fans übertrugen weite Teile des Konzerts live, sodass Gaga-Fans rund um den Globus dabei sein konnten. Entsprechend viele Reaktionen gab es zu dieser Tour-Premiere.

Lady Gaga bedankte sich bei Twitter: „Werde ich nie vergessen!“

Die außergewöhnlichen Kostüme und die verschiedenen Looks der Sängerin gaben viel Anlass zu Spekulationen. Einige fühlten sich an Madonna aus ihren guten Zeiten erinnert. Die Performance bot auf jeden Fall reichlich Platz für Interpretationen.

Erst steckte die Diva in einer Art Sarkophag, später lag sie düster in einem blutigen Latex-Outfit auf einem Tisch wie eine Totenbank, kurze Zeit später strahlte sie in goldenem Kleid, ehe sie ohne Band und Tänzer ihre Songs präsentierte und sich dem Publikum öffnete.

Die Fans waren auch tags darauf noch völlig ergriffen. „Das war eines der besten, wenn nicht DAS beste Konzert, das ich je gesehen habe. Sie ist ein verdammter Rockstar. Ich habe noch nie so viel geweint bei einem Konzert“, schrieb eine Anhängerin bei Twitter. Auch der Superstar meldete sich noch einmal: „Danke für eine Show, die ich nie vergessen werde“, schrieb sie.

Am Montag herrschte erneut Ausnahmezustand vor dem „Breidenbacher Hof“ an der Düsseldorfer Kö. Hunderte Fans warteten erneut auf den Star und versuchten einen Blick bei der Abreise zu erhaschen. Am Donnerstag steht in Stockholm der nächste Auftritt an.

Großes Gesprächsthema bei Fans und in den sozialen Netzwerken war auch im Nachhinein die Bühne. Auf den ersten Blick sah sie zunächst aus, wie bei jedem gewöhnlichen Festival – mit Dach und Seitenwänden. Außerdem starrten die Fans drei Stunden auf eine trist in Grau anmutende Häuserfassade. Der Blick auf das Bühnenbild brachte viele Gags im Netz hervor.

Einer sah überraschende Parallelen zum Gemälde „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci, ein anderer erinnerte sich an den Look eines Schnellrestaurants. Doch mit Konzertstart erstrahlten die düsteren Betonblöcke plötzlich und brachten viele visuelle Effekte zum Vorschein.

Richtig glücklich waren allerdings nur die Fans im Innenraum oder die, die ab Höhe der Mittellinie saßen. Denn nur dann war ein Blick in die an den Seiten geschlossene Bühne möglich. Fans, die zu nah an der Bühne saßen, konnten die Pop-Queen lange nur über die Leinwände verfolgen, weil sie die ersten Songs komplett auf einem tief in der Bühne liegenden Balkon sang.

„Gaga, bitte ändere die Bühne. Es ist nicht fair, dass deine Fans, die buchstäblich so viel von ihrem Geld ausgegeben haben, das Konzert nicht sehen können, weil die Bühne so gebaut ist. Für mich ist das Bullshit und muss behoben werden. Ich bin irgendwie sauer“, schrieb ein Fan wütend bei Twitter.

Auch, dass die Künstlerin nach „Hold my hand“ wortlos verschwand, kam nicht bei allen gut an. „Ich bin enttäuscht von der Bühne. Die Setlist ist ein Chaos. Wie auch immer: Gagas Energie ist erstaunlich, das Aussehen ist großartig“, brachte ein Fan die Meinung vieler auf den Punkt.

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