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Nach Nachricht an AuszubildendeDüsseldorfer Luxushotel schmeißt Pianisten raus

Hände auf einem Klavier.

Copyright: IMAGO/Panthermedia

Ein Pianist hat sein Engagement in einem Düsseldorfer Luxushotel verloren. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Übernachtungen im Doppelzimmer in Österreich – dieser Vorschlag an eine Auszubildende kostete einen Pianisten ein Engagement in einem Düsseldorfer Luxushotel.

Weil er einer Auszubildenden eine übergriffige Nachricht geschickt haben soll, hat ein Pianist sein Engagement in einem Düsseldorfer Luxushotel verloren. Nun scheiterte der Musiker am Düsseldorfer Landgericht auch noch mit dem Versuch, dafür Schadenersatz einzuklagen.

Der Mittdreißiger hatte der Auszubildenden des Hotels nach Angaben des Gerichts Übernachtungen im Doppelzimmer eines Luxushotels in Österreich vorgeschlagen. Das Hotel hatte die geplante Zusammenarbeit daraufhin abgesagt: Die Nachricht sei übergriffig und zeuge von mangelnder Professionalität.

Gericht entscheidet: Schadenersatz steht ihm nicht zu

Der Pianist war nicht zur mündlichen Verhandlung erschienen. Über seinen Anwalt ließ er erklären, die Nachricht sei rein privater Natur und auch nicht anzüglich gewesen. Zudem habe er nicht gewusst, dass es bei sich der Adressatin um eine Auszubildende handelt.

Das Gericht hielt sich mit der umstrittenen Nachricht und der Frage, ob die Kündigung berechtigt war, nicht auf: Für Schadenersatz gebe es weder eine Berechnungsgrundlage noch einen ausreichenden Vortrag des Klägers. Der geltend gemachte Schadenersatz von mehr als 10.000 Euro stehe dem Pianisten „aus keinem erdenklichen rechtlichen Gesichtspunkt zu“, befand das Landgericht.

Der Dienstvertrag hatte Auftritte von montags bis freitags für jeweils zwei Stunden am Abend vorgesehen. Als Gegenleistung waren Übernachtungen in einem Superior-Zimmer mit Frühstück und Abendessen sowie zwei Reisekostenpauschalen von jeweils 500 Euro vereinbart. Das Urteil kann noch angefochten werden. (dpa)