„Düsseldorf geht die Luft aus“ Wirbel um Mega-Plakat: OB Stephan Keller wird abgewatscht

Stephan Keller, Oberbürgermeister von Düsseldorf, trägt einen Anzug und posiert vor dem Eingang zum Rathaus.

Stephan Keller, Oberbürgermeister von Düsseldorf, steht in der Kritik. Das Foto ist am 12. Juli 2021 entstanden.

Einige Düsseldorferinnen und Düsseldorfer wehren sich gegen die Bebauung von Naturflächen. Mit einem riesigen Plakat nehmen sie nun auch den Oberbürgermeister von Düsseldorf, Stephan Keller, in die Pflicht.

Deutlicher hat wohl noch nie ein Düsseldorfer Verein den OB abgewatscht!

Auf der Karlstraße prangt derzeit ein Plakat, das man einfach nicht übersehen kann: „Herr Keller, halten Sie sich an die Kooperationsvereinbarung“ steht auf dem 4 mal 14 Meter großen Poster, das sich gleich über eine komplette Hauswand zieht.

Düsseldorf: Verein wehrt sich gegen Bebauung der nördlichen Stadtteile

Ein „offener Brief“ in unmittelbarer Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Täglich lesen Tausende, was dort in riesigen Lettern auf dem haushohen Plakat prangt: „Düsseldorf geht die Luft aus. Das Versiegeln weiterer Flächen muss verhindert werden.“

Hinter dem Poster steckt der Verein „Stadt.Land.Fluss Düsseldorfer Norden“, der sich vehement gegen eine Bebauung von weiteren Naturflächen in den nördlichen Düsseldorfer Stadtteilen wehrt (EXPRESS.de berichtete).

Auf einem Plakat n einer Häuserwand in Düsseldorf steht: „Düsseldorf geht die Luft aus. Das Versiegeln weiterer Flächen muss verhindert werden. Herr Keller, halten Sie sich an die Kooperationsvereinbarung.“

Oberbürgermeister Stephan Keller wird mittels eines großen Plakats in der Düsseldorfer Innenstadt darauf hingewiesen, sich an seine Kooperationsvereinbarung zu halten.

Stein des Anstoßes ist dabei primär ein Projekt auf der Kalkumer Schlossallee, bei dem eine 345.000 Quadratmeter große Freifläche mit Ackern, Wiesen und Bäumen bebaut werden soll. Bereits seit vielen Jahren macht sich der Verein für den Erhalt der Naturfläche stark.

Gebracht hat es bis dato nicht viel: Am 15. Dezember 2022 soll die Bebauung des Grundstücks bei der Ratssitzung entschieden werden.

Doch die Vereinsmitglieder kämpfen bis zum Schluss. Und fahren mit dem Plakat nun ihr größtes Geschütz auf. Auf dem Poster erinnern die Düsseldorfer ihren OB an dessen „Kooperationsvereinbarung“. Denn danach, so der Verein, ist eigentlich keine weitere Versiegelung von Naturflächen vorgesehen.

Um ein weiteres Statement für den Erhalt der Freifläche zu setzen, treffen sich Mitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer des Vereins am Samstag (10. Dezember) um 15.30 Uhr, um eine Lichterkette um die besagte Freifläche zu organisieren.

Wie sehr den Menschen aus dem Düsseldorfer Norden das Ganze am Herzen liegt, verdeutlicht Vereinsmitglied Benedict Korischem: „In den letzten zwanzig Jahren wurden bereits 500.000 Quadratmeter in Wittlaer-Einbrungen bebaut. Grünflächen, Versickerungsflächen, Naturschutzgebiete und Frischluftschneisen verschwinden, werden zubetoniert.“

Was sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller zu der spektakulären Plakat-Aktion? Eine EXPRESS-Anfrage dazu wurde bisher noch nicht beantwortet.

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