Zu früh gekommen Eurowings schickt Jet nach Sardinien und erlebt Überraschung

Eurowings Airbus Start

Eine Maschine von Eurowings durfte am Samstag (23. Mai) nicht auf Sardinien landen. Das Foto zeigt einen Airbus der Lufthansa-Tochter bei Start am Düsseldorfer Flughafen.

Düsseldorf/Olbia – So hatten sich die Reisenden ihren Flug ans Mittelmeer bestimmt nicht vorgestellt. Statt am Samstag (23. Mai) auf Sardinien zu landen, musste sie an Bord einer Eurowings-Maschine wieder nach Düsseldorf umkehren.

Der Grund: Wegen der Corona-Pandemie ist der Flughafen von Olbia für internationale Flüge dicht.

Eurowings: Airbus startete einen Monat zu früh nach Olbia und musste nach Düsseldorf zurück

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Wie das Luftfahrtportal „aerotelegraph“ berichtet, gilt die Regelung sogar noch bis zum 24. Juni! Doch genau das war offenbar noch nicht bis zu den Flugplanern in der Kölner Zentrale der Airline angekommen. Und so schickten sie den Airbus A320 einen ganzen Monat zu früh auf die italienische Mittelmeerinsel.

Die Folge: Nach dem Start um 6.29 Uhr am Rhein sollte Flug EW9844 knapp zwei Stunden später in Olbia landen. In der Tat hatte der Jet nach einigen Warteschleifen über dem Mittelmeer dann aber erst nach vier Stunden wieder festen Boden unter den Füßen – in Düsseldorf.

Eurowings: Übersahen auch die Piloten eine wichtige Nachricht aus Italien?

Eurowings teilte auf EXPRESS-Anfrage mit, dass die Piloten im Anflug von der Flugsicherung darüber informiert wurden, dass der Airport für sie gesperrt war.

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Kurios: Offenbar wusste auch die Cockpit-Crew selbst im Vorhinein nicht, dass sie nicht auf Sardinien landen durfte. In einer offiziellen Nachricht („Notice to Airmen“ oder kurz Notam) an alle Flugzeugführer heißt es: „Flughafen gesperrt für den gewerblichen Luftverkehr in Übereinstimmung mit dem Dekret 23 der Region Sardinien vom 17. Mai 2020“.

Eurowings. Airline entschuldigt sich bei Passagieren für kurioses Missverständnis

Wie es zu der Panne kam, teilte die Airline am Montag (25. Mai) so mit: „Wie wir inzwischen nachvollziehen konnten, hat es sich dabei um ein Missverständnis bei der Zusammenführung der für den Flug relevanten Informationen gehandelt. Wir möchten uns bei den betroffenen Passagieren für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.“

Sie wurden von der Lufthansa-Tochter mittlerweile auf andere Flüge umgebucht. (jme)

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