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Einsamer Tod Skelettierte Leiche lag wochenlang hinter Tankstelle in Düsseldorf

In Düsseldorf-Stockum wurde am Freiligrathplatz die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden.

Am Freiligrathplatz in Düsseldorf-Stockum wurde eine teilweise skelettierte Leiche gefunden.

Düsseldorf. Grusel-Fund in einem Gebüsch: Am Freiligrathplatz in Düsseldorf-Stockum ist am Dienstag (15. Juni) die teilweise skelettierte Leiche eines Mannes entdeckt worden. Noch immer rätselt die Polizei, wer der Tote ist, den eine Frau beim Gassigehen mit ihrer Hündin entdeckt hatte. Und warum hat den Mann niemand vermisst? EXPRESS war auf Spurensuche.

Der skelettierte Tote vom Freiligrathplatz in Stockum – auch Tage nach seiner Entdeckung geben Identität und Todesumstände Rätsel auf. Allem voran stellt sich allerdings die Frage: Wie konnte ein Mensch in einer Stadt wie Düsseldorf so lange unbemerkt tot in einem Gebüsch liegen? Wieso hat den Mann niemand vermisst?

Düsseldorf: Toter lag wochenlang in Gebüsch neben Tankstelle

Die Tankstelle am riesigen Kreisverkehr Freiligrathplatz. Hinter der Waschanlage, durch die täglich Dutzende Autofahrer ihre Fahrzeuge fahren lassen, fand eine Hundebesitzerin am Dienstag beim Gassigehen zu ihrem Schock eine bereits skelettierte, männliche Leiche.

Am Freiligrathplatz in Stockum wurde ein Skelett gefunden - es lag direkt hinter der Autowaschanlage einer Tankstelle.

In dem Gebüsch neben der Autowaschanlage am Freiligrathplatz in Düsseldorf-Stockum fand eine Frau beim Gassigehen die skelettierte Leiche des Unbekannten.

Wie lange der Mann bereits tot auf der kleinen Lichtung inmitten eines Gebüschs lag, konnte man noch nicht feststellen. Es müssen zumindest einige Wochen gewesen sein. Wer starb hier so einsam und ausgegrenzt, dass noch nicht einmal jemand davon Notiz nahm?

Unbekannter Toter aus Stockum ein Obdachloser?

Aufgrund des Auffindungsortes liegt die Vermutung nah, dass es sich um einem Obdachlosen handelt. Ein Schlafsack, eine Iso-Matte, eine Gabel, Plastiklöffel. Das war so ziemlich alles, was man an dem einsamen, traurigen Ort vorfand, an dem der Unbekannte verstarb.

Oliver Ongaro (links) mit Fifty-Fifty-Chef Hubert Ostendorf

Nach dem Leichenfund in Düsseldorf Stockum sprach EXPRESS mit Oliver Ongaro (links, hier mit Fifty-Fifty-Chef Hubert Ostendorf)

Auch in der Düsseldorfer Obdachlosenszene rätselt man, wer der Verstorbene wohl war. Oliver Ongaro vom Straßenmagazin „Fifty-Fifty“: „In der Szene werden leider immer wieder Leute vermisst. Darüber sprechen die Betroffenen auch mit uns. In den letzten Wochen war das allerdings nicht der Fall.“

Gerade deshalb stimmt der Fall des unbekannten Toten den Streetworker besonders traurig:

„Der Mann war wahrscheinlich ein totaler Einzelgänger. Jemand, der keine unserer Düsseldorfer Einrichtungen und Beratungsstellen mehr aufgesucht und mit allem abgeschlossen hatte. Dass jemand so einsam stirbt, ist selten. Es ist auch merkwürdig, wie weit er sich vom Düsseldorfer Zentrum zurückgezogen hat, um so abgeschieden in Stockum sein Lager aufzuschlagen.“

Mordkommission ermittelt wegen Leiche in Düsseldorf

Eine weitere Merkwürdigkeit, weshalb die Polizei derzeit auch ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen kann und eine Mordkommission eingerichtet hat. Polizeisprecher Tim Freigang: „Es wird derzeit fieberhaft daran gearbeitet, Identität, Todeszeitpunkt und Todesursache des Verstorbenen zu ermitteln.“ Damit der einsame Tote doch noch einen Namen und eine Geschichte bekommt.