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Düsseldorf Ostparksiedlung Nach der Flut – Bautrockner dringend gesucht

Eine Frau steht mit ihrem Hund vor ihrem Haus, das beim Hochwasser in Düsseldorf beschädigt wurde.

Sonja M. mit Hündchen Lou vor ihrem Haus in der Düsseldorfer Ostparksiedlung.

Die Ostparksiedlung – kaum ein anderes Viertel in Düsseldorf traf das Unwetter mit solcher Wucht wie die rund 400 Menschen zwischen Flingern und Gerresheim.

Düsseldorf. Das Hochwasser ist mittlerweile wieder zurückgewichen, nach den fast unmenschlichen Anstrengungen während der Katastrophe atmeten die Bewohner kurz durch. Dann kam die bittere Abrechnung.

Viel Zeit blieb den Menschen in der Ostparksiedlung nicht. Als die Düssel über ihre Ufer trat, stand das komplette Viertel in Windeseile 40 Zentimeter tief unter Wasser.

Düsseldorf-Ostparksiedlung: Den Anwohnern blieb kaum Zeit

Sonja M. hatte in ihrem kleinen Häuschen, das zu ihrem Unglück auch noch 30 Zentimeter unter der Straßenhöhe gebaut ist, keine Chance, einigermaßen glimpflich davonzukommen. „Den Großteil meiner Möbel konnte ich gerade noch retten. Mit Hilfe der Nachbarn konnte ich sie in den ersten Stock schaffen, ehe die Flut wie ein Sturzbach die Eingangstreppe hereinkam“, sagt die Bewohnerin.

Gemeinsam mit Hündchen Lou blieb der Düsseldorferin nur die Flucht. Die Wohnung ist nun zunächst einmal unbewohnbar. Als sie am Montag in ihrem Häuschen wieder vorbeischaute, musste sie wie der Großteil der Anwohner in der Siedlung feststellen, dass die Heizung in ihrem Keller die Flut nicht überstanden hat – Totalschaden.  

Düsseldorf-Ostparksiedlung: Heizungen in vielen Häusern kaputt

„Auch wenn viele Möbel und Einrichtungsgegenstände vernichtet wurden: Das Schlimmste sind die allesamt defekten Heizungen in den Häusern“, sagt Bezirksschornsteinfeger Wolfgang Neuhaus, der die  Geräte in den Kellern allesamt inspiziert hat.

„Die Kosten von rund 15.000 Euro für eine neue Heizungsanlage müssen die Bewohner selbst tragen. Denn eine Elementarversicherung gegen Naturkatastrophen hat hier so gut wie niemand.“

Schornsteinfeger Wolfgang Neuhaus zeigt die bis oben zugelaufene Heizung des Vereinsheims im Keller.

Bezirksschornsteinfeger Wolfgang Neuhaus zeigt, wie hoch das Wasser im Keller der „Gaststätte am Ostpark“ stand.

Auch in der „Gaststätte am Ostpark“, die während der Flut zum Krisenzentrum wurde, ist die Heizungsanlage im Keller komplett im Eimer. Dort hat auch die Düsseldorfer Band „Lazy Beat Bones“ ihren Proberaum. „Wenigstens die Jungs haben es geschafft, ihre Instrumente und Verstärker rechtzeitig aus dem Keller zu holen“, sagt Bezirksvorsteher Rolf Buschhausen, der den Krisenstab organisiert.

Düsseldorf-Ostparksiedlung: Bautrockner dringend gebraucht

Damit nicht noch mehr Schaden als ohnehin entsteht, benötigen die Leute in der Siedlung nun allem voran erst einmal eins: „Die Nachbarn brauchen dringend Bautrockner, um ihre Häuser von innen zu trocknen“, sagt Rolf Buschhausen. „Sonst entsteht auch noch Schimmel in den Wohnungen.“

Trotz aller Schwierigkeiten soll das Sommerfest in der Ostparksiedlung im September steigen. Rolf Buschhausen: „Jetzt erst recht! Das haben sich die Anwohner verdient, die allesamt gemeinsam und füreinander tagelang geschuftet haben. Wenn die Katastrophe etwas Positives mit sich gebracht hat, dann eine unvergleichbare Welle an Hilfsbereitschaft.“