Polizei tötet Jugendlichen Reul äußert sich zu Dortmunder Fall – es gibt neue Fakten

Am Dienstag (23. August) kam es zu einer Sondersitzung im Landtag aufgrund der tödlichen Polizeischüsse in Dortmund. Das Foto zeigt Reul im Landtag.

Am Dienstag (23. August) kam es zu einer Sondersitzung im Landtag aufgrund der tödlichen Polizeischüsse in Dortmund. Das Foto zeigt Reul im Landtag am 23. August 2022.

Aufgrund der tödlichen Polizeischüsse in Dortmund kam es zu einer Sondersitzung im Landtag – Reul spricht von einem neuen Ermittlungsstand.

Nachdem Anfang August ein 16-jähriger Jugendlicher in Dortmund durch Polizeischüsse getötet wurde, gab es am Dienstag (23. August) eine Sondersitzung im Düsseldorfer Landtag.

Laut Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) gibt es einen neuen Ermittlungsstand zu den abgefeuerten Tasern.

Nach Tod durch Polizeischüsse: Reul spricht von neuem Ermittlungsstand

So sei der Jugendliche von einem Taser getroffen worden und es sei nach Zeugenangaben auch Strom geflossen. Warum der junge Mann durch den Elektroschock nicht gestoppt wurde, blieb unklar.

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Wie Reul am Dienstag (23. August) im Hauptausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags berichtete, war die Polizei wegen eines Suizidversuchs in den Innenhof einer Jugendhilfeeinrichtung gerufen worden.

Der 16-Jährige halte sich ein 15 bis 20 Zentimeter langes Messer an den Bauch und wolle sich umbringen. Die zuerst eintreffenden Polizisten hätten versucht, in mehreren Sprachen Kontakt mit dem Jugendlichen aufzunehmen, so Reul.

Danach seien Pfefferspray und zwei Taser zum Einsatz gekommen. Schließlich seien sechs Schüsse aus einer Maschinenpistole gefallen, von denen fünf trafen.

Gegen den Polizisten sei ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet worden. Mehr könne er in der öffentlichen Sitzung nicht sagen, da die Ermittlungen noch laufen, so Reul. Er warnte vor „Spekulationen“ und betonte die Neutralität der Ermittler.

Minister Reul richtet sich an Familie des Opfers (16)

Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich im Hauptausschuss des Düsseldorfer Landtags zudem an die Familie des toten 16-Jährigen im Senegal gerichtet. Er wolle den Angehörigen seine „aufrichtige Anteilnahme“ aussprechen, so Reul. Er wünsche den Angehörigen „in solchen schweren Stunden viel Kraft“.

Es sei für die Familie besonders tragisch, dass der Jugendliche in einem weit entfernten Land zu Tode gekommen sei – und dann noch durch Schüsse der Polizei. Reul versicherte den Angehörigen, dass man alles tun werde, um den Fall lückenlos aufzuklären. (dpa/kvk)

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