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Unfall auf A1 Lkw-Fahrer vor Ort reanimiert – Polizei Dortmund ermittelt gegen zahlreiche Gaffer

Zwei Rettungshubschrauber sind auf einer Fahrbahn gelandet. Auch mehrere Rettungswagen stehen dort.

Auf der A1 bei Hagen hat sich am Dienstag (17. Mai 2022) ein folgenschwerer Auffahrunfall ereignet. Ein Brummifahrer musste reanimiert werden. Das Symbolfoto zeigt einen Rettungseinsatz auf der A555 im Dezember 2016.

Ein Lkw-Fahrer ist bei einem Unfall auf der A1 lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei Dortmund ermittelt jetzt gegen zahlreiche mutmaßliche Gaffer.

Auf der A1 ist es in Höhe des Rastplatzes Funckenhausen (bei Hagen) zu einem schweren Unfall mit drei beteiligten Lkw gekommen. Einer der Brummifahrer musste vor Ort reanimiert werden. Auch ein Rettungshubschrauber landete. Für zahlreiche Zeugen offenbar mehr als ein Grund genug, ihre Handys zu zücken!

Jetzt ermittelt die zuständige Polizei Dortmund nicht nur zum Unfallhergang, sondern auch gegen 34 mutmaßliche Gaffer. Darüber berichtet sie am Mittwoch (18. Mai 2022).

A1 bei Hagen: Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen

Am Dienstag gegen 15.45 Uhr war der Fahrer (62) eines Sattelzugs auf der A1 in Richtung Bremen unterwegs. Bei Hagen passierte es: Der Fahrer (50) eines vor ihm fahrenden Silozuges bremste verkehrsbedingt ab, was der 62-Jährige zu spät erkannte und in das Fahrzeug krachte. Dieser wiederum schob sich in einen Sattelzug, der vor ihm unterwegs war.

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Der 62-Jährige wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von Rettungskräften mit schwerem Gerät befreit werden. Anschließend konnten sie den leblosen Mann vor Ort reanimieren. Er kam ins Krankenhaus, schwebt nach bisherigen Informationen weiterhin in Lebensgefahr.

Trotz eingesetzter Sichtschutzwände zog es laut einer Polizeisprecherin zahlreiche Gaffer an den Unfallort. Man ermittele nun gegen insgesamt 34 mutmaßliche „Gaffer“ und habe Verfahren, überwiegend wegen der Benutzung elektronischer Geräte, eingeleitet.

Sprecherin der Dortmunder Polizei mit klarer Ansage an Gaffer

„Diese Menschen stellen eine Gefahr für ihre eigene Fahrspur und umliegende Verkehrsteilnehmende dar, da sie in ihrer Aufmerksamkeit beeinträchtigt sind und ihren Fokus auf die am Boden liegende verletzte Person haben“, erklärt sie.

Verkehrsteilnehmende, die auch noch völlig unangemessen mit Geräten den Unfallort und mögliche Verletzte filmen, würden durch die Dortmunder Polizei konsequent ermittelt. Denjenigen drohe ein Bußgeld (Benutzung elektronischer Geräte/Nichteinhalten der Rettungsgasse) oder ein Strafverfahren, so die Polizeisprecherin.

Neben dem 62-jährigen Brummifahrer gab es keine weiteren Verletzten. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von insgesamt rund 100.000 Euro. Die Bergung der drei Fahrzeuge sowie die Reinigung der Unfallstelle dauerte bis in die späten Abendstunden. Seit Mittwochmorgen, 9 Uhr, sind alle Fahrstreifen der A1 ab Rastplatz Funckenhausen in Richtung Bremen wieder vollständig frei. (iri)

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