„Schlimme Botschaft“Nordbrücke bleibt jahrelang dicht – OB warnt vor Verkehrs-Kollaps

Die gesperrte Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke).

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Die gesperrte Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke).

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Hiobsbotschaft für Bonn: Die marode Nordbrücke bleibt für Autos jahrelang gesperrt. Die Stadt erwartet ein Verkehrs-Chaos.

Die Hiobsbotschaft für alle Pendlerinnen und Pendler in Bonn und der Region: Die marode Nordbrücke bleibt für Autos gesperrt. Und das für eine lange, lange Zeit.

Das ist eine echte Hammer-Nachricht für Bonn und die gesamte Region: Für den Autoverkehr wird die kaputte Nordbrücke auf unbestimmte Zeit nicht mehr freigegeben. So lautet das Ergebnis, das am Freitag (19. Juni) vom Bundesverkehrsministerium und der Autobahn GmbH präsentiert wurde. Der Plan: Die Vorlandbrücke muss abgerissen und komplett neu gebaut werden.

Bonns Oberbürgermeister Guido Déus nannte es eine „schlimme Botschaft für Bonn und die Region“. Er rechnet damit, dass sich die Stadt auf eine extrem angespannte Verkehrslage für mindestens zwei, vielleicht sogar drei Jahre einstellen muss.

OB Déus warnt vor jahrelangem Verkehrs-Chaos

Die Sperrung seit dem 3. Juni hat laut Déus schon jetzt krasse Auswirkungen auf den Alltag der Menschen. Täglich müssen sich rund 100.000 Fahrzeuge, die sonst die Brücke nutzten, neue Wege suchen. Ein Großteil davon wälzt sich nun durch die Bonner Innenstadt – mit heftigen Folgen für den Verkehr, den ÖPNV und das gesamte öffentliche Leben.

Der Oberbürgermeister macht Druck: Die Brücke müsse „so schnell wie noch nie zuvor“ wieder befahrbar gemacht werden. Er weiß aber auch, dass sich die Lage nicht komplett entspannen wird, weil der Platz auf Bonns Straßen einfach begrenzt ist.

Guido Déus, Oberbürgermeister von Bonn, gibt ein Pressestatement zu den Auswirkungen der Nordbrückensperrung ab.

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Guido Déus, Oberbürgermeister von Bonn, gibt ein Pressestatement zu den Auswirkungen der Nordbrückensperrung ab.

Die Stadt hat nach eigenen Angaben bereits reagiert und mehrere Sofortmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen neue Park-and-Ride-Plätze mit Shuttle-Bussen, kostenlose Fahrten in Bussen und Bahnen bis Ende Juni und Anpassungen auf den Straßen der Innenstadt, damit vor allem der ÖPNV besser durchkommt.

Nordbrücke gesperrt: Erste Maßnahmen zeigen Wirkung

Und diese Schritte scheinen erste Früchte zu tragen, wie Déus berichtet. Viele Pendelnde haben sich offenbar auf die neue Lage eingestellt. Der krasse Beweis: Die Zahl der Radler auf der Kennedybrücke ist von 8000 auf 19.000 pro Tag explodiert. Auch die Park-and-Ride-Plätze und der Nahverkehr werden deutlich stärker angenommen.

Die Stadt hat bereits weitere Aktionen angekündigt. Déus appelliert dabei an alle, Kompromisse zu finden und aufeinander achtzugeben. „Pragmatisch zusammenarbeiten“ lautet die Devise. Vor allem Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis müssen jetzt so eng zusammenrücken wie noch nie.

Ein kleiner Lichtblick in dem ganzen Chaos: Ab dem Spätsommer sollen Fußgänger und Radfahrer die Nordbrücke wieder nutzen dürfen. Doch der OB stellt auch klar: Das reicht bei Weitem nicht. Bonn ist auf mehr Hilfe angewiesen, denn der reine Neubau der Vorlandbrücke kann die massiven Probleme bis 2028 nicht lösen.

Und dann ist da noch das Geld. Déus warnt mit Blick auf die klammen Kassen der Stadt: Bonn kann die nötigen Umbauten im Stadtgebiet finanziell nicht alleine wuppen. Deshalb will die Stadtverwaltung jetzt mit Bund und Land verhandeln, um weitere Unterstützung zu bekommen. (jv)

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