Comeback zum 40-JährigenRoxette begeistert mit Megahits und Bonner Note

Lena Philipsson von Roxette beim Auftritt auf der Bühne.

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Lena Philipsson ist jetzt die neue Stimme von Roxette. Am Montagabend (3. August 2026) gab die Band ihr letztes Deutschland-Konzert der Comeback-Tour in Bonn.

Die schwedische Kultband Roxette feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Mit der neuen Sängerin Lena Philipsson präsentierte sie die größten Hits auf dem Bonner KunstRasen. Das Publikum war vom Comeback begeistert.

Wenn die Stimme einer Band verstirbt, bedeutet es entweder das Ende der Gruppe, oder die verbliebenen Musiker versuchen es mit einem neuen Gesicht am Mikrofon.

Queen setzte nach dem Tod von Freddie Mercury zunächst auf Paul Rodgers, danach auf Adam Lambert. Linkin Park startete sieben Jahre nach dem Tod von Frontmann Chester Bennington das umjubelte Comeback mit Emily Armstrong.

Roxette: Schwedische Kultband feiert 40-jähriges Bestehen

Die 80er-Jahre-Kultband Roxette stand vor dem gleichen Problem, als die zweiterfolgreichste schwedische Gruppe nach ABBA 2019 den Tod ihrer Sängerin Marie Fredriksson nach langjähriger Krebserkrankung verkraften musste. Die Frontfrau mit der blonden Kurzhaarfrisur und dem androgynen Wesen verkörperte Roxette mit jeder Faser.

Doch Songschreiber Per Gessle (67) wollte den wunderbaren Schatz an Hymnen und Kult-Hits am Leben erhalten. Deshalb läuft seit einem guten Jahr das Comeback mit neuer Frontfrau.

Lena Philipsson (60) will Frederiksson nicht kopieren. Sie bringt einen ganz eigenen, rockigen und energiegeladenen Stil auf die Bühne.

Natürlich scheiden sich an der Neuformation die Fan-Geister. Die einen freuen sich, die ikonischen Titel wieder live hören zu können. Für andere ist Roxette jetzt eher eine Coverband. Die geplante Nordamerika-Tour wurde gerade „aufgrund logistischer Gründe und massiv gestiegener Tourneekosten“ abgesagt. Viele mutmaßen, dass schlichtweg zu wenig Tickets verkauft wurden.

Per Gessle von Roxette auf der Bühne.

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Per Gessle drückt den neu arrangierten Roxette-Songs jetzt viel mehr seinen Stempel auf, als er es im Original getan hat.

Am Montagabend (3. August 2026) stand das vorerst letzte Deutschland-Konzert der Comeback-Reihe auf dem Bonner KunstRasen an. 2700 Fans waren gekommen, um das 40-jährige Bestehen der Gruppe zu feiern. Der 105-minütige Auftritt hätte eine größere Kulisse verdient gehabt. Denn der Zauber der Popband war vom ersten Moment an da.

Blick ins Publikum beim Roxette-Konzert in Bonn.

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2700 Fans waren zum Roxette-Konzert nach Bonn gekommen. Das Publikum war begeistert vom Comeback der Band, auch wenn alle natürlich Sängerin Marie Fredriksson vermissen.

In Glitzerkleid und Netzstrumpfhose rockte Philipsson direkt von Beginn an bei „The Big L“, „Sleeping in My Car“ und „Dressed For Success“ über die Bühne. Gessle wirkte, als sei die Zeit jahrzehntelang stehen geblieben. Der Mittelscheitel der Fransenfrisur sitzt immer noch akkurat, die enge rote Hose passt wie angegossen. Während der Musiker früher eher im Schatten von Fredriksson stand, verpasst er Songs wie „Crash! Boom! Bang!“ jetzt eine eigene Note.

Roxette beim Konzert in Bonn auf der Bühne.

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Roxette spielte in Bonn 18 bekannte Hits aus der 40-jährigen Karriere.

18 Klassiker aus dem Roxette-Universum gab es für die Fans. Der jüngste Titel, „She’s Got Nothing On (But the Radio)“, ist auch schon 15 Jahre alt. Gute-Laune-Nummern wie „How Do You Do!“, „Joyride“ und „The Look“ wechselten sich mit traumhaften Balladen – „Fading Like A Flower“, „Spending My Time“ und „Listen To Your Heart“ – ab.

Und natürlich gab es auch diesen Gänsehautmoment. Philipsson widmete ihren Lieblings-Roxette-Song der verstorbenen Vorgängerin. „Ich weiß, ihr vermisst sie sehr. Ich vermisse sie auch. Lasst uns so laut singen, dass sie uns da oben vielleicht hören kann“, sagte sie und stimmte den Nummer-eins-Hit „It Must Have Been Love“ an. „Danke für alles, Marie“, sagte sie nach dem ergreifenden Moment.

Christoffer Lundquist beim Roxette-Auftritt auf der Bühne.

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Auch Urgestein Christoffer Lundquist tourt weiterhin mit Roxette. Er spielte ein kurzes Stück als Gruß an einen berühmten Bonner.

Neben Gessle standen auch einige Roxette-Urgesteine mit auf der Bühne. Clarence Öfwerman spielt auch schon seit 40 Jahren die Keyboards. Gitarrist Christoffer Lundquist, laut Gessle „der letzte lebende Hippie in Schweden“, hatte passend zum Bonn-Besuch auch einen Schnipsel der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven im Repertoire.

Als die wunderbare Zeitreise mit der verträumten Ballade „Queen of Rain“ zu Ende ging, war klar, dass Roxette auch in dieser Formation die Fans begeistern kann. Auf dem KunstRasen gab es jedenfalls minutenlangen Beifall.

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