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Schock in Wachtberg Historische Jakobus-Kapelle durch üble Schmierereien verschandelt

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In Wachtberg-Werthhoven wurde die historische Jakobus-Kapelle übel beschmiert. 

Wachtberg – Unter den Bewohnern von Wachtberg-Werthhoven herrscht Fassungslosigkeit: Die Jakobus-Kapelle mitten im Ort wurde verschandelt – unbekannte Schmierfinken haben sich an dem kleinen Gotteshaus regelrecht ausgetobt. 

„Ich war total entsetzt, wie viele Grafitti das sind“, sagt Küsterin Renate Klein. So prangen die schwarzen Buchstaben „A.C.A.B.“ auf der Außenwand als auch auf der Tür. Außerdem wurden Zahlenkombinationen in roter sowie „Fuck AfD“ und kuriose Zeichen in schwarzer Farbe gesprüht. 

Schock in Wachtberg: Alte Kapellentür wurde erst von Ehrenamtlern in Stand gesetzt

„Die alte Eichentür wurde erst im letzten Sommer von Ehrenamtlern abgeschliffen und neu gestrichen“, erklärt Renate Klein traurig. Sie schätzt, dass der Gesamtschaden sehr hoch ist. „Unter anderem muss die Hälfte der Kapelle neu gestrichen werden. Wahrscheinlich werden wir das in Eigenregie nicht machen können, das Gebäude steht ja unter Denkmalschutz“, so die Küsterin. 

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Die alte Kapellentür war erst im letzten Jahr von Ehrenamtlern in Stand gesetzt worden. 

Alle in der Gemeinde seien entsetzt, erzählt sie. Vor Corona sei in der Jakobus-Kapelle mindestens einmal im Monat ein Gottesdienst gefeiert worden. 

Schock in Wachtberg: Die direkte Nachbarschaft hat von der Tat nichts mitbekommen

„Das ist nicht in fünf Minuten passiert“, meint Renate Klein mit Blick auf die große Anzahl der Schmierereien. Von der Tat, die in der Nacht auf Donnerstag geschah, habe die direkte Nachbarschaft nichts mitbekommen. Klein: „Es kann nur passiert sein, als die Leute im ersten Schlaf waren.“

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Auch die Schautafel mit der Dorfhistorie war Ziel der Unbekannten. 

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Schock in Wachtberg: Auch der „Pössemer Treff“ war Ziel der Schmierfinken

Die Sprayer-Attacke richtete sich nicht nur gegen die Kirche. Auch eine Schautafel mit der Dorfhistorie wurde beschmiert, ebenso der „Pössemer Treff“. Das Bürgerhaus ist  für die Werthhovener ebenfalls eine Herzenssache. Bei der Erweiterung des Dorfsaales packten viele mit an, stemmten den Bau nahezu kostenlos in Eigenleistung. Die Schmierfinken interessierte das allerdings herzlich wenig. 

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Am „Pössemer Treff“ tobten sich die Schmierfinken ebenfalls aus. 

Inzwischen ermittelt die Polizei. Ihr wurde bereits eine weitere Tat angezeigt. Im Nachbarort Fritzdorf wurde ein Haus an der Oevericher Straße beschmiert. Alles deutet daraufhin, dass es dieselben Täter waren wie in Werthhoven. Die Ermittler bitten Zeugen, sich unter Telefonnummer 02 28/1 50 zu melden. 

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