Bunker-Fund in Bonn: Grusel-Botschaften und Gift-Alarm.
Bunker-Sensation in BonnBauarbeiter machen Grusel-Fund – ein Detail ist brandgefährlich

Copyright: Wim de Vries
Ein Mitarbeiter des Straßentiefbauamtes am Eingang zu dem Bunker in Bonn-Tannenbusch.
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Mitten in Bonn-Tannenbusch die Riesen-Überraschung: Ein Bunker aus Kriegszeiten! Drin finden sich Botschaften, die Gänsehaut machen. Aber die Entdeckung hat einen gefährlichen Haken.
Ein unterirdisches Relikt wurde bei Straßenbauarbeiten in Bonn-Tannenbusch freigelegt. Sofort wurde ein Baustopp für unbestimmte Zeit verhängt. Die Anlage wurde vom Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland inspiziert, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf Anfrage erste Erkenntnisse präsentierte.
Komplett unterirdisch: Bunker stammt wohl aus dem Krieg
Am Mittwoch (10. Juni) erfolgte eine erste Bestandsaufnahme des Schutzbaus in der Berta-Lungstras-Straße im Stadtteil Tannenbusch. Jens Schubert, der als Pressereferent beim LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland tätig ist, berichtete: „Die Bunkeranlage befindet sich vollständig unter der Straßenoberfläche und wurde offenbar 1940/41 errichtet“.

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Die Bauarbeiten in der Berta-Lungstras-Straße wurden nach dem Fund des Bunkers gestoppt.
Schubert fügte hinzu, dass bei der Inspektion Inschriften an den Mauern gefunden wurden. Nach aktuellem Wissensstand stammen diese von Menschen, die damals in dem Bauwerk Zuflucht gesucht hatten.
Gift-Alarm im Bunker: Asbest erschwert die Arbeit
Zudem existieren Anzeichen für eine Verwendung des Bunkers nach Ende des Zweiten Weltkriegs. „Dabei wurde auch festgestellt, dass in dem Bunker eine Belastung durch Asbest vorliegt, was weitere Untersuchungen erschwert“, so die weitere Mitteilung des LVR-Sprechers.

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Die Bunkeranlage in Bonn-Tannenbusch befindet sich vollständig unter der Erde.
Mit der Stadt sollen die neuesten Erkenntnisse jetzt zügig diskutiert werden. Von dort hieß es, man beabsichtige zu prüfen, ob die Überbleibsel der Anlage möglicherweise bewahrt werden können. Es sei jedoch das Ziel, die Bauarbeiten in der Berta-Lungstras-Straße „schnellstmöglich“ fortzusetzen.
Gänsehaut-Botschaften aus der Vergangenheit
Die im Bunker entdeckten Wand-Inschriften sind aus der Perspektive des LVR „ein besonderes Zeitzeugnis“. Schubert offenbarte im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Darunter sind natürlich die üblichen Parolen wie ‚Der Feind hört mit‘, aber auch ein etwas persönlicheres Gesuch: ‚Papa sucht Tabak‘“.

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Blick auf den unterirdischen Bunker in der Berta-Lungstras-Straße in Bonn.
Die Bauarbeiten sind für die Menschen, die in der Berta-Lungstras-Straße wohnen, eine gewaltige Belastung. Sanierungen und die dazugehörigen Sperrungen gibt es schon seit dem Beginn des Monats Mai. Am Paulusplatz klagen die Läden über massive Umsatzeinbrüche.
Viele warten nun gespannt darauf, wie die Stadt über die Zukunft der Bunkeranlage entscheiden wird. Aktuell sind die Baumaßnahmen unterbrochen. (jv)
