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Erstes Feuer abgesagtSchweinepest im Sauerland sorgt für strenge Auflagen bei Osterfeuern

Afrikanische Schweinepest in Nordrhein-Westfalen

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest haben die zuständigen Behörden das betroffene Gebiet in Sperrzonen abgegrenzt. (Symbolbild)

Schock im Sauerland: Schweinepest-Alarm stoppt erstes Osterfeuer

Harte Auflagen und eine erste Absage: Im Sauerland sorgt die Afrikanische Schweinepest für traurige Konsequenzen bei den beliebten Osterfeuern.

Ein Traditionsfeuer im Kreis Olpe wurde schon gecancelt. Geplant war es in der Gemeinde Kirchhundem, wo im vergangenen Sommer die Seuche zuerst aufgetaucht war. Wie der Kreis mitteilt, war es den Veranstaltern unmöglich, die nötigen Vorgaben zu erfüllen. Die Durchführung eines weiteren Osterfeuers in Kirchhundem war wochenlang fraglich.

Sperrgebiete gegen die Seuchen-Ausbreitung

Um die Krankheit zu stoppen, gibt es jetzt spezielle Regeln. Das vom Virus heimgesuchte Areal im Sauerland ist in Zonen aufgeteilt worden. Dort gelten, wie die dpa berichtet, verschiedene Anordnungen für Bauern und Besucher. Die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein sowie der Hochsauerlandkreis sind davon betroffen.

Eine Sprecherin des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung NRW machte die Regeln deutlich: „In Sperrzone II und im Kerngebiet gilt ein Wegegebot und Hunde müssen an der Leine geführt werden. Auch das Betreten von Wald- und Wiesenflächen ist in diesen Gebieten untersagt“.

Achtung: Auch Menschen können die Viren schleppen

Der Hammer: Personen können die Erreger der Schweinepest indirekt durch verunreinigte Objekte wie Schuhe, Autos, Kleidung und sogar Lebensmittel weiterverbreiten. Deshalb ist Desinfektion Pflicht, wenn man in den betroffenen Zonen unterwegs war, erklärte die Sprecherin der Behörde.

Für alle Gäste eines Osterfeuers im Kernbereich bedeutet das: Es besteht die Pflicht, desinfizierbares Schuhwerk zu tragen. Wer das Event verlässt, muss über eine Desinfektionsmatte oder durch eine Wanne laufen. Außerdem ist auf dem Gelände ein fester Ort für Toilettengänge festzulegen. Müll und Speisereste dürfen auf keinen Fall zurückbleiben.

Besonders für kleinere Organisatoren sind diese Vorgaben eine riesige Hürde. „Grundsätzlich werden die Maßnahmen zur Reinigung und Desinfektion als die größten Belastungen dargestellt“, sagt Kreissprecher Holger Böhler. Ein Feuer muss obendrein mindestens drei Wochen im Voraus angemeldet werden. Jeder Antrag wird dann einzeln geprüft und genehmigt, so die Information auf der Webseite des Kreises.

Die traurige Bilanz: Fast 400 Fälle

Im Juni 2025 wurden in Kirchhundem die ersten Wildschweine gefunden, die an der Afrikanischen Schweinepest gestorben waren. Seit diesem Zeitpunkt beobachten die Ämter die Entwicklung genau. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums teilte mit, dass bis Mitte März etwa 400 Wildschweine in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis positiv auf die Seuche getestet wurden.

Weiterhin sind jeden Tag Suchtrupps mit speziell trainierten Kadaverspürhunden unterwegs. Zusätzlich kommen Drohnen zum Einsatz, die bei der Beobachtung der Wildschweinbestände assistieren.

Entwarnung: Für Menschen besteht keine Gefahr

Die Afrikanische Schweinepest ist nur für Haus- und Wildschweine ansteckend und endet für die Tiere fast immer tödlich. Für Menschen und andere Haus- oder Nutztiere ist die Krankheit harmlos. Der Verzehr von Schweinefleisch ist ebenfalls unbedenklich. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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