Geldautomatensprengung in NRW Polizei macht beschämende Entdeckung auf Zeugen-Video

Geldautomatensprengung archiv

Bei der Auswertung des Videomaterials machten die Beamten eine beschämende Entdeckung (hier ein Archivfoto von einer Geldautomatensprengung).

Herzogenrath – Nach einer Geldautomatensprengung in Herzogenrath (nordrhein-westfälische Städteregion Aachen) hat die Polizei private Handyvideos von Zeugen ausgewertet. Auf dem Bild-Material sind offenbar nicht nur die Täter, sondern auch beschämende Aktionen von Passanten zu sehen.

  • Geldautomatensprengung in Herzogenrath (NRW)
  • Ermittler machen beschämende Entdeckung auf Handyvideos von Zeugen
  • Die Polizei hat aufgrund des Materials weitere Strafverfahren eingeleitet

Geldautomaten in Herzogenrath gesprengt, Täter flüchtig

Ein lauter Knall, heftige Erschütterungen und Trümmerteile, die bis auf den geschleudert werden: Bankräuber haben am Pfingstmontag (24. Mai) in Herzogenrath einen Geldautomaten gesprengt. Die Polizei ist den Tätern auf der Spur, doch sie flüchteten bislang unerkannt in Richtung niederländischer Grenze, berichtet ein Pressesprecher.

Das Gebäude der Sparkasse an der Voccartstraße wurde durch die heftige Detonation erheblich beschädigt. Wie viel Bargeld erbeutet wurde, ist unklar.

Polizei wertet Handyvideo nach Geldautomatensprengung in NRW aus

Im Zuge der Ermittlungen erhielt die Polizei auch Hinweise auf private Videos vom Tatgeschehen, die demnach auf Facebook kursierten. Die Beiträge kurz darauf wieder gelöscht wurden, wandten sich die Ermittler auch an die Öffentlichkeit. Mit Erfolg. Inzwischen liegt den Beamten das Handyvideo vor.

Wie weit das Material die Fahndung nach den flüchtigen Tätern voranbringen kann, ist noch unklar, doch bei der Auswertung machten die Ermittler eine unerwartete Entdeckung.

Unerwartete Entdeckung auf Video: Beschämend!

Auf dem Augenzeugenvideo ist demnach zu sehen, wie gleich mehrere Passanten die Situation schamlos ausnutzen und sich an den Geldscheinen bedienen, die am Tatort auf der Straße umherflattern. Beschämend!

Gegen die Passanten wurden Strafverfahren eingeleitet. Zudem betont die Polizei, dass sich die Personen neben der strafrechtlichen Relevanz in Lebensgefahr gebracht haben.

Lebensgefahr, fahrlässig, Behinderung der Polizeiarbeit

„Sprengfähiges Material, welches bei der Tat nicht gezündet wurde, kann sich noch unter den Trümmern verbergen und zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Explosion auslösen“, erklärt ein Pressesprecher.

Darüber hinaus sei durch die Aktion die beweissichere Spurensuche erschwert worden. (jv)

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