Affenpocken in NRW Nächste Großstadt betroffen: Mann erkrankt und in Quarantäne

Die Krankheit breitet sich offenbar aus: Die Fälle von Affenpocken in Nordrhein-Westfalen häufen sich innerhalb kürzester Zeit. Auch in Aachen wurde nun ein Verdacht gemeldet. Ein Infektiologe sieht dies „durchaus als Warnhinweis“.

Nach einem Affenpocken-Fall in Köln gibt es nun bereits den nächsten Verdacht auf eine Affenpocken-Infektion in Nordrhein-Westfalen. Ein Mann aus der Aachener Region sei jetzt erkrankt und zeige die typischen Symptome für die Affenpocken auf.

Ein Sprecher der Städteregion bestätigte am Donnerstagabend (26. Mai 2022), dass ein 28-jähriger Mann in einer Arztpraxis in Aachen behandelt worden sei. Inzwischen befinde er sich in Quarantäne.

Auf die Ergebnisse der Labortests warte man noch. Momentan müsse man wohl aber eher davon ausgehen, dass die Infektion bestätigt werde.

Affenpocken: Patient aus Aachen hatte Kontakt zu Affenpockenträger in Portugal

Demnach hatte sich bei der Anamnese (Abfragen der Vorgeschichte des Patienten) herausgestellt, dass sich der Patient zuvor zwei Wochen in Portugal aufgehalten und dort Kontakt zu einem bestätigten Affenpockenträger hatte. Das Gesundheitsamt sei umgehend informiert worden.

„Es ist beeindruckend, wie schnell das Virus, das zur Affenpockeninfektion führt, seinen Weg in unserer Region fand“, kommentierte der behandelnde Infektiologe Heribert Knechten den Verdachtsfall gegenüber der „Aachener Zeitung“.

Der Infektiologe weiter: „Gleichsam darf der Fall in Aachen durchaus als Warnhinweis auf eine Zunahme der Infekte mit dem Virus verstanden werden.“

Affenpocken: Diese Fälle gab es bereits und so sind die Krankheitsverläufe

Am Freitag vergangener Woche war erstmals in Deutschland in München ein Fall von Affenpocken bestätigt worden. Am Dienstag folgten die ersten bestätigten Fälle in Nordrhein-Westfalen. Auch in Köln wurde am Montag (23. Mai) der erste Patient mit Affenpocken-Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Krankheitsverläufe waren bislang aber nicht gravierend in NRW. So hatte das Kölner Gesundheitsamt in dem genannten Fall eine Ordnungsverfügung zu einer häuslichen Quarantäne erlassen.

Das Affenpocken-Virus ruft in vielen Fällen wohl recht milde Symptome hervor, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. Übertragen wird es vor allem über direkten Kontakt oder Kontakt zu kontaminierten Materialien (also beispielsweise Oberflächen). Auch eine - wohl sehr seltene - Übertragung über Tröpfchen in der Luft ist auf kürzere Distanzen möglich. (jv)

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