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Explosion beschädigt Häuser in NRWPolizei hat üblen Verdacht, doch von diesem Fund ahnten sie nichts

Ein Bagger gräbt ein Loch in einem Park. Dort wurden bei einer kontrollierten Sprengung Chemikalien zur Explosion gebracht, die zuvor in einer Aachener Wohnung in der Nähe gefunden wurden.

Ein Bagger gräbt am 3. März 2023 ein Loch in einem Park. Dort wurden bei einer kontrollierten Sprengung Chemikalien zur Explosion gebracht, die zuvor in einer Aachener Wohnung in der Nähe gefunden wurden.

Als die Einsatzkräfte zur Wohnungsdurchsuchung erscheinen, ahnen sie nichts von ihrem Fund. In einem Karton entdeckt die Aachener Polizei wenig später Sprengstoff, ein Mann und eine Frau werden festgenommen. Wer sind die beiden und wie kam die Substanz in die Wohnung?

Eigentlich war die Polizei wegen des Verdachts auf Zwangsprostitution angerückt: Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Aachen sind Einsatzkräfte zufällig auf hochexplosiven Sprengstoff gestoßen.

Ein Mann und eine Frau in der Wohnung seien festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag (4. März 2023). Bei der Substanz, die in einem Karton entdeckt worden sei, handele es sich um TATP. Der Stoff werde gern von Geldautomatensprengern genutzt, erklärte der Sprecher. „Nun wird in alle Richtungen ermittelt.“

Aachen: Polizei findet zufällig hochexplosiven Sprengstoff

Die Festgenommenen sollen Mieterin und Mieter der Wohnung sein. Weitere Angaben zur Identität der beiden machte die Polizei zunächst nicht.

Der Sprengstoff sowie Bargeld waren bei einer Durchsuchung am Freitagmittag entdeckt worden. Bei der Aktion der Kriminalpolizei sei es eigentlich um ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Zwangsprostitution gegangen, sagte der Sprecher.

Nach dem Fund sei zunächst unklar gewesen, ob es sich um Drogen oder Sprengstoff handelt. Hinzugezogene Spezialisten und Spezialistinnen des Landeskriminalamts identifizierten die Substanz schließlich als TATP. „Der Stoff ist hochexplosiv und hat eine ungeheure Wucht“, sagte der Sprecher. Daher sei entschieden worden, die Substanz vor Ort in einer provisorischen Grube kontrolliert mithilfe eines Roboters zu sprengen.

Einsatzkräfte sperrten den Bereich ab. Mehr als 30 Menschen seien für die Sprengung am Freitagabend aus dem betroffenen Haus und Nachbargebäuden geholt und mit Bussen ins Aachener Tivoli-Stadion gebracht worden.

Häuser in Aachen durch Sprengung beschädigt

Durch die Wucht der Detonation seien Fensterscheiben an einem Haus zersplittert und Steine in einen Hausflur geflogen. Alle Bewohner und Bewohnerinnen hätten später in ihre Wohnungen zurückkehren können, erklärte der Polizeisprecher.

Wie die Festgenommenen möglicherweise an den Sprengstoff gelangt sind, sollte ermittelt werden. Es gebe zudem keine Hinweise, die auf Terror hindeuteten, sagte der Sprecher. (dpa/gr)