Liebes-Frust im Wuppertaler Zoo: Luchs-Nachwuchs lässt auf sich warten
Liebes-Flaute im ZooNeues Luchs-Paar in Wuppertal lässt mit Nachwuchs auf sich warten

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Luchskatze Missy ist im besten Zuchtalter. (Archivbild)
Im Wuppertaler Zoo herrscht statt Frühlingsgefühlen eher Liebes-Flaute. Das neue Luchs-Paar, von dem man sich wichtigen Nachwuchs für NRW erhofft, ziert sich noch. „Wir haben noch keine Paarungsversuche beobachtet“, so eine Sprecherin des Zoos laut der Nachrichtenagentur dpa.
Der Altersunterschied könnte der Grund sein: Luchsin Missy ist mit sechs Jahren im besten Alter, ihr Partner Viktor mit knapp zwei Jahren aber noch ein Jungspund. Obwohl die Geschlechtsreife in Gefangenschaft laut Experten früher eintreten kann, ist er vielleicht erst nächstes Jahr bereit. Oder die beiden sind nur nachts aktiv, wenn keiner hinschaut.
Große Mission: Luchse sollen nach NRW zurückkehren
Die Aufgabe der beiden ist dabei gewaltig: Sie sollen für Nachwuchs sorgen, der später in freier Wildbahn ausgewildert werden kann. Dahinter steckt ein Projekt, das die mögliche Wiederansiedlung des Luchses in Nordrhein-Westfalen zum Ziel hat. Das Vorhaben soll helfen, die kleinen und oft isolierten Luchs-Gruppen in Deutschland sowie im übrigen Europa zu vernetzen und so für eine größere genetische Vielfalt zu sorgen.
Immerhin: Die beiden Raubkatzen verstehen sich gut, so die Sprecherin. Sie haben sogar mehr Platz, da sie das ehemalige Gehege des letzten Schneeleoparden im Zoo von Wuppertal mitnutzen dürfen. Doch Kater Viktor hat eine Besonderheit, die überrascht: Er ist so zutraulich zu Menschen, dass er selbst niemals ausgewildert werden könnte.

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Der junge Luchskater Viktor hat sich für Auswilderung als nicht scheu genug erwiesen und soll nun im Wuppertaler Zoo für Nachwuchs sorgen. (Archivbild)
Wann kommen die ersten Luchse zurück in die Natur?
Projektpartner wie die Umweltschutzorganisation BUND haben einen klaren Zeitplan: Innerhalb von fünf Jahren soll ein erster Luchs in die Natur entlassen werden, danach sollen weitere Tiere folgen. Der BUND NRW sieht dafür mehrere große Waldgebiete wie das Rothaargebirge, die Senne und das Eggegebirge als geeignet an. Es wäre eine historische Rückkehr, denn vor fast 300 Jahren wurde das letzte Exemplar auf dem Gebiet des heutigen NRW erlegt. (red)
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