Sieht aus wie eine harmlose Wand Erst eine Wärmebild-Kamera zeigt die riesige Bedrohung

Bienen-Fängerinnen und -Fänger aus Memphis (USA) posten auf Facebook Fotos einer harmlos wirkenden Wand, hinter der sich jedoch Tausende Insekten befinden – nur mit der Wärmebildkamera zu sehen.

Achtung, wenn Sie Abneigung vor Insekten haben, dann sollten Sie jetzt besser wegsehen! Denn was hinter einer unscheinbar wirkenden Wand eines Hauses in Memphis (im US-Bundesstaat Tennessee) lauert, ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Es sieht aus wie ein harmloses, leeres Zimmer: Ein Bett steht dort, eine leere Wand ist zu sehen. Eine, die vielleicht etwas frische Farbe vertragen könnte. Doch hinter dieser Wand verstecken sich Tausende kleiner Mitbewohner, die mitunter lebensgefährlich werden können: ein ganzes Bienenvolk.

Die Bienen-Fängerinnen und -Fänger von „The Bartlett Bee Whisperer“ posten regelmäßig Fotos von ihren beeindruckenden Einsätzen auf Facebook, sie sind überall in den USA unterwegs, auch in Memphis. Sie posten unter anderem ein Foto von dem Raum des Hauses, bei dem es sich um ein Schlafzimmer zu handeln scheint.

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Die Spezialistinnen und Spezialisten zeigen auch Fotos von draußen, finden eine verdächtige Rauchspur. „Obwohl es alle bestreiten, sieht es so aus, als hätte jemand versucht, die Bienen aus diesem Haus zu räuchern.“ Vielerorts stehen auch in den USA die kleinen Tiere unter Naturschutz.

Bienenstock in der Wand: Erst eine Wärmebildkamera zeigt die Gefahr

Als die Bienen-Expertinnen und -Experten eine Wärmebildkamera auf die andere Seite der Wand mit dem Fenster richteten, war dann die wahre Gefahr zu sehen: Das Team machte einen „Hotspot“ aus, also einen riesigen Bienenstock in der Wand. Abertausende Bienen tummelten sich in dem Gemäuer, direkt neben dem Fenster.

Sofort machte sich ein Mitarbeiter ans Werk und entfernte vorsichtig den Zement. Dahinter ist ein riesiger Bienenstock mit mehreren Waben zu finden. Vorsichtig werden die Tiere mit einem Vakuum-Sauger abgetragen. Dabei werden sie nicht verletzt. Das alles dokumentierten die Bienen-Fängerinnen und -Fänger auf ihrem Facebook-Account.

USA: Experten holen gesamten Stock aus der Wand

Insgesamt fünf Waben werden aus der Wand geholt, die zudem in der Wand um eine elektrische Leitung gebaut worden sind, wie die Expertinnen und Experten auf Facebook weiter beschreiben. Nach und nach öffnen sie die Wand, um am Ende den gesamten Stock zu entfernen. Und auch die Bienenkönigin wird vorsichtig gerettet. Ein faszinierendes Schauspiel.

Der Stock wurde am Ende umgezogen. Nun leben die Bienen in einem Garten eines Mitarbeiters. Auch die Hausbewohner dürften glücklich darüber sein, nun eine bienenfreie Wand zu haben.

Dachstühle, Rollladenkästen oder eben Nischen in den Wänden sind beliebte Nistplätze für Bienen, dort können sie ungestört ihr Nest bauen und leben. Ein solches Nest schnellstmöglich zu entfernen ist dringend notwendig, weil Bienen lebensgefährlich werden können, vor allen Dingen bei Menschen, die allergisch auf sie reagieren. Dazu braucht es nicht einmal Hunderte Bienen, ein Stich kann dann schon – an der falschen Stelle platziert – im schlimmsten Fall tödlich enden.

In der Regel aber sind Bienen friedliche Zeitgenossen, wenn sie in Ruhe gelassen werden. In Deutschland sind Bienen besonders geschützt: Sie einzufangen, zu töten oder das Nest ohne Zulassung zu entfernen, ist strafbar. Auch die Nester dürfen nicht beschädigt werden. Das Entfernen sollte man also besser dem Fachmann überlassen. (mg)

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