Als sie 11 war, passierte es Mutter spricht über schlimmste Zeit im Leben von Greta

Greta Thunberg

Greta Thunberg ist mittlerweile nicht nur für jugendliche Aktivisten ein Vorbild.

Stockholm – Sie wurde nicht nur zur Ikone für Millionen von Kindern und Jugendlichen, auch Erwachsene bewundern den unermüdlichen Einsatz der jungen Aktivistin Greta Thunberg (17) für Klima- und Umweltschutz. 

Gretas Kampfgeist und die Leidenschaft, welche die 17 Jahre alte Schwedin heute für das Klima aufbringt, war vor einigen Jahren undenkbar. Dass die Schülerin das Asperger-Syndrom hat, ist lange bekannt.

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Doch jetzt spricht Thunbergs Mutter über die wohl schlimmste Zeit im Leben ihrer Tochter.

Greta Thunberg litt an Depressionen

Greta sei im Alter von elf Jahren in „eine Art Dunkelheit“ verschwunden, berichtet Malena Ernman laut britischer „Metro” im neuen Thunberg-Buch: „Our House is on Fire: Scenes of a Family and a Planet in Crisis” (dt.: „Unser Haus in Flammen: Szenen einer Familie und eines Planeten in der Krise“, Particular Books, 288 Seiten). Das Buch ist in Deutschland ab dem 5. März erhältlich. 

Greta litt an Depressionen. Sie habe aufgehört zu reden, zu lachen und zu essen, verlor in nur zwei Monaten fast zehn Kilo.

Die Schülerin habe kurz vor der Einlieferung ins Krankenhaus gestanden. So schreibt ihre Mutter im neuen Buch der Familie: „Ihre Körpertemperatur ist niedrig, und ihr Puls und ihr Blutdruck deuten eindeutig auf Anzeichen von Hunger hin.”

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Greta habe sich in dieser schlimmen Phase nur von kleinen Portionen Reis, Avocado und Gnocchi ernährt. 

Greta Thunberg hat „hochfunktionales Asperger-Syndrom“

Greta sei in dieser Zeit so schwach gewesen, dass es ihr sogar schwer gefallen sei, Treppen zu steigen. Bei Depressionstests schnitt sie mit einer beängstigend hohen Punktzahl ab.

Die Diagnose der Ärzte: eine Zwangsstörung sowie Autismus, den Gretas Mutter als „hochfunktionales Asperger-Syndrom“ beschreibt.

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So makaber es vielleicht klingen mag: Am Ende hat der Schwedin womöglich der schlimme Zustand der Erde das Leben gerettet. 

Greta Thunberg: Film über Verschmutzung der Meere änderte alles

Laut Aussage der Mutter hätte sich Gretas Verhalten verändert, nachdem sie in der Schule einen Film über Müll in den Ozeanen gesehen hatte.

Greta sei „wie ergriffen” vom Unterricht nach Hause gekommen. „Während ihre Klassenkameraden von den Flügen der Lehrerin nach New York, Thailand und Vietnam begeistert waren, sah sie, was der Rest von uns nicht sehen wollte”, schreibt Ernman.

Von diesem Moment an habe sich Greta ernsthafte Sorgen um den Zustand der Welt gemacht. 

Greta Thunberg streikt im Sommer 2018 zum ersten Mal fürs Klima

Malena Ernman: „Es war, als ob sie unsere CO2-Emissionen mit bloßem Auge sehen könnte.“ Gretas Vater half seiner Tochter dabei, ihr erstes Demo-Schild zu basteln. Das war im Sommer 2018, als die Schwedin zum ersten Mal die Schule schwänzte, um für das Klima zu demonstrieren.

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Zunächst hätten Gretas Eltern ihre Tochter davon überzeugen wollen, wieder nach Hause zu gehen, weil sie merkten, wie sehr das Klima-Thema Greta emotional mitnahm. Doch dann schlossen sich sogar Greenpeace-Aktivisten ihrer Tochter an. 

Später streikte Greta jeden Freitag. Die „Fridays for Future”-Bewegung war geboren. Währenddessen verbesserte sich auch der Gesundheitszustand der Schülerin.

Streiken wirkte bei Greta Thunberg wie Medizin

Gretas Mutter schreibt: „Wir konnten sehen, dass sie sich gut fühlte und es schien uns, als ginge es ihr besser als je zuvor.”

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Offenbar half Gretas Engagement für den Klima- und Umweltschutz tatsächlich dabei, ihre Depressionen zu überwinden. (jba)

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