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Platzsturm in LeverkusenFan bietet Rasen zum Verkauf an – Bayer regiert auf kuriose Anzeige

Tausende Fans stürmten nach dem Abpfiff den Platz und feierten die erste Deutsche Meisterschaft von Bayer Leverkusen.

Blick in die BayArena am 14. April 2024: Tausende Fans stürmten nach dem Abpfiff den Platz und feierten die erste Deutsche Meisterschaft von Bayer Leverkusen.

Nach dem Platzsturm und der Meisterfeier in der BayArena in Leverkusen wird jetzt Rasen im Internet zum Verkauf angeboten. So reagiert der Verein.

von Matthias Trzeciak (mt)

Bayer-Leverkusen-Fans feierten am Sonntag (14. April 2024) euphorisch die erste Deutsche Meisterschaft, Platzsturm in der BayArena inklusive.

Mehr als zwei Stunden dauerte die Megasause. Kurze Zeit später tauchte bei TikTok ein Video auf, das das Ausmaß der Zerstörung zeigt (hier mehr lesen)

Bayer Leverkusen: Rasenverkauf bei Kleinanzeigen

Zahlreiche LED-Werbebanden wurden in Mitleidenschaft gezogen. „Ein Tag später alles kaputt“, heißt es in dem Video.

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Gefilmt hat das Ausmaß der Zerstörung offenbar ein Mitglied des Teams, das für Auf- und Abbau der TV-Übertragungstechnik zuständig ist.

Dieses Stück Rasen wird bei Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten. Es soll sich um Rasen aus der BayArena handeln.

Dieses Stück Rasen wird bei Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten. Es soll sich um Rasen aus der BayArena handeln.

Was allerdings relativ schadlos blieb, ist der Rasen. Schon vor der Partie gegen Werder Bremen hatte Bayer-Coach Xabi Alonso die Fans darum gebeten, bei einem Platzsturm den Rasen zu schonen, denn es würden noch einige Spiele anstehen.

Ein Großteil der Anhängerschaft hielt sich an die Ansage – der Rasen macht derzeit einen guten Eindruck. Größere Löcher sind nicht zu erkennen.

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Doch nicht alle verzichteten offenbar auf ein Rasen-Mitbringsel. Auf Kleinanzeigen (vormals eBay Kleinanzeigen) ist jetzt geklauter Rasen aufgetaucht. Auch ein Kunststoffteil – vermutlich von einer der zerstörten digitalen Werbebanden – wird dort zum Verkauf angeboten.

Mehr als 1100 Personen scheinen Interesse an dem Rasenstück zu haben (Stand: 17. April, 12.50 Uhr). Ob es sich dabei tatsächlich um Rasen aus dem Stadion handelt, ist nicht bekannt und lässt sich vermutlich auch nicht nachweisen.

Angeboten wird der Rasen für einen Euro – allerdings Verhandlungsbasis. Der Versand soll bei 4,50 Euro liegen. Auch das Plastikteil soll erstmal ein Euro kosten. Dort gibt es allerdings den Hinweis: „Ihr könnt mir Preise anbieten.“

Ist das eigentlich Diebstahl? Oder Sachbeschädigung? Eine Rechts-Expertin erklärt gegenüber EXPRESS.de: „Ein Diebstahl geringwertiger Sachen ist in § 248 a StGB geregelt. Die Grenze der Geringwertigkeit wird vom Bundesgerichtshof derzeit bei 25 Euro bis 30 Euro gesehen. Das Rasenstück wird mit ein Euro VB angeboten und fällt damit darunter. Das bedeutet, dass die ‚Diebstahl‘ – wenn man davon ausgeht, dass es einer ist – nur auf ausdrücklichen Antrag des Geschädigten verfolgt wird.“

Bayer Leverkusen äußert sich zu „Rasen-Diebstahl“

Bayer Leverkusen reagiert cool und gelassen auf den vermeintlichen „Rasen-Diebstahl“.

„Es gibt keine Veranlassung, in welchen Zusammenhängen auch immer, Anzeige zu erstatten“, so Bayer-Pressesprecher Dirk Mesch auf EXPRESS.de-Nachfrage.

Zudem versichert Mesch: „Unser Rasen befindet sich aktuell natürlich in Pflege, aber in einem guten Zustand. Es wurde gefeiert, alles war positiv, der Rasen ist zum nächsten Heimspiel wieder bespielbar und dann in einem guten Zustand, der Rest ist zu verschmerzen.“

Auch zu einer möglichen Sachbeschädigung gibt die Juristin eine Einschätzung ab: „Auch die Sachbeschädigung ist ein Antragsdelikt. Das heißt, die Ermittlungsbehörden werden nur tätig, wenn die Geschädigten einen Antrag stellen. Das ergibt sich aus § 303 (Sachbeschädigung) und § 303c (Strafantrag) des Strafgesetzbuchs.“ Auch hier ist der Verein bisher nicht tätig geworden.

Bayer-Rasen hat eine Million Euro gekostet

Übrigens: Das Bayer-Grün hat etwa eine Million Euro gekostet, berichtet „Bild“.

Es handelt sich dabei um einen sogenannten Hybridrasen, bestehend aus Naturrasen und synthetischen Komponenten in Form von künstlichen Fasern. Der Unterhalt des Rasens soll jährlich etwa 800.000 Euro verschlingen.