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Wahnsinns-Trip über 9000 KilometerKölner Ex-Kicker reist zu Fuß und per Rad zu seinem Vater

Kevin Dabo während seiner aktiven Fußballzeit.

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Kevin Dabo während seiner aktiven Fußballzeit. (Archivbild)

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Der gebürtige Kölner Kevin Dabo startet ein außergewöhnliches Abenteuer: 9000 Kilometer von Düren nach Ghana – zu Fuß und mit dem Rad.

Eine Strecke von 9000 Kilometern, die er ausschließlich per Fahrrad und zu Fuß bewältigen will: Diesen außergewöhnlichen Plan verfolgt Kevin Dabo (32) aus Düren. Der ehemalige Kicker, dessen Karriere ihn unter anderem in die Regionalliga West führte und der heute als Fitnesstrainer arbeitet, startet ein Abenteuer, das ihn körperlich fordern wird. Sein Ziel: Accra, die Hauptstadt Ghanas.

Auf motorisierte Fahrzeuge wie Autos oder Flugzeuge verzichtet der Sportler komplett. Allein mit Muskelkraft und gelegentlich per Fähre will er die enorme Distanz meistern, wie die „Aachener Zeitung“ berichtet.

Nach 30 Jahren Funkstille: Die Suche nach dem Vater

Der Grund für diese gewaltige Tour ist zutiefst persönlich. Dabo war erst drei Jahre alt, als sein Vater die Familie ohne ein Wort verließ. Beinahe drei Jahrzehnte herrschte Funkstille.

Dann, vor ungefähr zwei Jahren, die überraschende Wende: Eine Nachricht auf seinem Handy – der Absender war sein Vater. Nach anfänglichem Unglauben und Zögern brachten alte Bilder Gewissheit: Er war es tatsächlich. Seitdem gibt es einen sporadischen Austausch.

Mit seiner Reise nach Ghana hofft Dabo, endlich Antworten zu finden, seine afrikanischen Wurzeln zu entdecken und die lange Trennung zu verarbeiten. Bei seinen Nachforschungen stieß er zudem auf eine weitere Überraschung: Er hat acht Halbgeschwister. Eine Halbschwester lebt in Köln.

Täglich ein Halbmarathon und allein durch die Sahara

Ursprünglich sollte das Abenteuer bereits im vergangenen Jahr starten, doch ein Achillessehnenriss durchkreuzte seine Pläne. Nach monatelangem, intensivem Training fühlt sich Dabo nun bereit für die Herausforderung. Sein tägliches Pensum ist enorm: ein Halbmarathon zu Fuß und zusätzlich 60 Kilometer mit dem Rad.

Die ersten Abschnitte durch Frankreich und Spanien legt Dabo noch in Begleitung von Freunden und einem Kameramann zurück. Doch ab Marokko wird die Reise zum einsamen Abenteuer. Von dort an kämpft er sich allein durch die Westsahara, Mauretanien, Senegal, Guinea und die Elfenbeinküste, bis er schließlich Ghana erreicht.

Sein komplettes Gepäck transportiert der Athlet auf seinem Fahrrad. Läuft alles nach Plan, wird er nach rund 111 Tagen in Accra eintreffen. Wer seine außergewöhnliche Reise verfolgen möchte, kann dies über seine Social-Media-Kanäle tun, auf denen er regelmäßig Eindrücke seiner Erlebnisse teilen will. (jag)

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