Bei WM in Katar Regenbogen-Eklat: Kölner Fußball-Fan von Polizisten umzingelt 

Bengt Kunkel hält sein Armband in Regenbogenfarben in die Kamera, neben ihm steht sein Bruder Jan. Beide haben ihre Gesichter in den Deutschland-Farben bemalt.

Dem Studenten Bengt Kunkel (l.) wurde bei der Fußball-WM sein Regenbogen-Armband im Stadion abgenommen. Das Foto zeigt ihn mit seinem Bruder Jan am 23. November 2022 in Katar. 

Ein Kölner Student ist bei der Fußball-WM von Polizisten umzingelt worden, weil er unter anderem ein Schweißband in Regenbogenfarben am Handgelenk trug.

Ein Fußball-Fan aus Köln hat wegen einer Binde und eines Schweißbandes in Regenbogenfarben während des WM-Spiels zwischen den Niederlanden und Senegal am Montag (21. November 2022) offenbar Ärger mit der Polizei bekommen.

„Mitte der zweiten Halbzeit wurde ich von vier Polizisten von meinem Platz eskortiert, stand in den Katakomben umzingelt von zehn bis 15 Polizisten, die mich aufgefordert haben, die Binde abzunehmen“, sagte Sportstudent Bengt Kunkel der Deutschen Presse-Agentur.

Ihm sei gesagt worden: „Entweder nehmen wir deine Binde und dein Schweißband oder wir nehmen dich mit. Dann habe ich es natürlich auch abgegeben.“

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Einen ähnlichen Vorfall hatten walisische Fans beim Spiel gegen die USA erlebt, als ihnen Regenbogenhüte abgenommen worden waren. Kunkel betonte, dass er ein Zeichen setzten wollte. „Gianni Infantino hatte erzählt, dass Regenbogenbinden und Regenbogenflaggen im Stadion erlaubt seien. Dann sollte er zu seinem Wort stehen. Aber das war nicht der Fall.“ Seine Sachen seien im Müll entsorgt worden. (dpa)

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