Wetter-Phänomen Milchiger Schleier zieht Richtung Köln – der Grund ist furchtbar

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Das Satellitenbild zeigt das Ausmaß des sogenannten Beachie Creek Feuers in Oregon.

Köln – Dutzende Waldbrände halten an der US-Westküste weiterhin Feuerwehr und Einwohner in Schach.

Die verheerenden Feuer in Kalifornien sowie den nördlichen Nachbarstaaten Oregon und Washington haben bereits riesige Flächen Land zerstört. Ganze Ortschaften brannten ab, mehr als 30 Menschen kamen bereits ums Leben.

Waldbrände in den USA – Rauch zieht bis nach Köln

Die Rauchsäule eines Brandherdes in Kalifornien erreichte eine Rekordhöhe von 17 Kilometern.

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Das könnte auch Folgen fürs Rheinland haben. Durch den Jetstream ziehen die Rauchpartikel bis nach Deutschland, berichtet das Wetterportal „wetteronline“. Satellitenaufnahmen der NASA zeigen, wie der Rauch mit einem Tiefdruckgebiet über den Atlantik transportiert wird. Inzwischen ist der Dunst in Deutschland angekommen.

Am Dienstag (22. September) könnte dann auch der Himmel über Köln einen leicht milchigen Schleier aufweisen, der dann zum Abend hin immer rosiger wird.

Ob das Phänomen tatsächlich eintritt und der Dunst die Kölner Region erreicht, ist derzeit noch nicht 100-prozentig vorherzusagen.

Situation in den USA entspannt sich nur leicht

Derweil sorgten in Teilen der Westküstenstaaten Oregon und Washington Regen und höhere Luftfeuchtigkeit für etwas Entspannung. Die dichten Rauchwolken, die weite Gebiete im Nordwesten der USA tagelang eingehüllt hatten, lösten sich zu großen Teilen auf. Wegen des Regens und Winds warnten die Behörden in Oregon aber vor möglichen Erdrutschen.

Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass die Klimakrise Wetterextreme wie Trockenheit und Hitze verschärft. „Größer, heißer und zerstörerischer“ werden laut California State University die Waldbrände an der Westküste der USA. Ein Grund: Der Klimawandel. Dieser gehe mit Dürre einher, erklärt Craig Clements, Klimawissenschaftler von der San José State University. Fehlende Niederschläge träfen auf eine Rekord-Hitzewelle. Die Vegetation sei dadurch noch leichter entflammbar, so der Experte.

Gewitter stellten bei Dürre ein zusätzliches Risiko dar, weil Blitze Brände verursachen können, ergänzt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. Zudem fache starker Wind das Feuer immer wieder an. (dpa/mt/mh)

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