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Regen-WahnsinnUngewöhnliche Verkehrswarnung für Köln – betrifft ganzes Stadtgebiet

Ein Auto fährt durch eine Pfütze am Sülzgürtel.

Copyright: Matthias Heinekamp

Ein Auto fährt am 5. Juni 2022 durch eine Pfütze am Sülzgürtel. Ähnlich heftige Seen gibt es am Montagmorgen (7. August 2023) auf vielen Straßen in Köln.

Aktualisiert:

Die Kölner Straßen sind am Montagmorgen total nass – zudem haben sich teilweise riesige Pfützen gebildet. Bitte nehmt aufeinander Acht.

Nach dem verheerenden Wetter-Wochenende mit Dauerregen in Köln gibt es am Montagmorgen (7. August 2023) eine eher ungewöhnliche Verkehrswarnung.

Der Sender Radio Köln wendete sich am frühen Morgen an alle Verkehrsteilnehmende und warnt.

Gullys verstopft – riesige Pfützen auf den Kölner Straßen

Bitte achtet auf die vielen Pfützen auf den Straßen. Aufgrund des enormen Niederschlags, der am Sonntag (6. August) und in der Nacht zu Montag gefallen ist, haben sich teilweise riesige Pfützen auf den Straßen gebildet. Zudem regnete es am Montagvormittag erneut. Erst gegen 11.15 Uhr ließ der Regen nach.

Sowohl Autofahrende, Radfahrende und Fußgänger sowie Fußgängerinnen sollten am Morgen genau hinschauen – zumal die Schule auch wieder begonnen hat.

Der Grund für die Seenlandschaften auf den Straßen sind vor allem die Abflüsse, die durch Laub, verstopft sind.

Auch in Unterführungen können sich gefährliche Wasserlachen bilden. Dort besteht Gefahr vor Aquaplaning.

Wie ist die rechtliche Lage, wenn mich jemand nassspritzt?

Wie ist eigentlich die rechtliche Situation, wenn ein Auto durch die Pfütze fährt und ich komplett nass und dreckig bin?

Dazu erklärt ein Verkehrsexperte des ADAC: „Ein Autofahrer oder eine Autofahrerin ist nicht verpflichtet, vor einer Pfütze stark abzubremsen oder um die Pfütze herumzufahren, um zu verhindern, dass Wasser hochspritzt.“

Denn durch plötzliches Bremsen oder Ausweichen erhöhe sich das Unfallrisiko.

„Gleichzeitig müssen Fußgänger oder Fußgängerinnen, die zum Beispiel an einer Ampel vor einer großen Wasserlache stehen, damit rechnen, dass ein vorbeifahrendes Auto Wasser aufwirbelt. Das heißt, dass Autofahrende meistens nicht dafür aufkommen müssen, wenn Fußgänger oder Fußgängerinnen ihre durch Pfützendreck verschmutzte Kleidung reinigen lassen“, schreibt der ADAC.

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Weiter heißt es: „Anders sieht es aus, wenn der Autofahrer oder die Autofahrerin eine Pfütze von weitem gut erkennt und absichtlich durch eine Pfütze fährt, um Fußgänger oder Fußgängerinnen vollzuspritzen. Dann könnten die Betroffenen Ansprüche geltend machen. Sie müssten aber durch Zeugen nachweisen, dass der Autofahrende absichtlich gehandelt hat oder den Schaden ohne großen Aufwand hätte vermeiden können. Das gelingt jedoch nur selten.“

In diesem Zusammenhang weist der ADAC darauf hin: Grundsätzlich gilt für alle Verkehrsteilnehmenden das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, das auch in Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) verankert ist. 

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