Opfer auch aus Köln Tiefe Trauer nach dem Horror-Unfall in Südtirol

AngehoerigeLuttach

Die Angehörigen nehmen an der Unfallstelle Abschied.

Luttach – Es sind Bilder der Trauer, des Schmerzes. An der Unfallstelle in Luttach in Südtirol, an der am frühen Sonntagmorgen sechs junge Deutsche durch den alkoholisierten Pkw-Fahrer in den Tod gerissen wurden, nahmen nun Angehörige Abschied von den Opfern. Am Montag starb eine schwer verletzte Frau in der Klinik − das siebte Todesopfer aus Deutschland.

Die Angehörigen wurden von Psychologen betreut und dann von der Polizei abgeschirmt, als sie an den am Straßenrand stehenden Grablichtern innehielten. 

Hier lesen Sie: Luttacher Ferienhaus äußert sich nach dem tödlichen Raser-Unfall in Südtirol

Die sieben Todesopfer des Unfalls befanden sich im Krankenhaus in Bruneck, ca. 20 Kilometer von Luttach entfernt. Dort waren seit Sonntagmittag Verwandte eingetroffen, um die Toten zu identifizieren. Betreut wurden sie von Notfallpsychologen und -seelsorgern.

Unfallfahrer aus Südtirol in Haft − 27-Jähriger soll Unglück bereuen

Der Autofahrer Stefan L., der unter Einfluss von 1,97 Promille die sechs jungen Leute getötet haben soll, wurde am Montag aus dem Krankenhaus ins Gefängnis nach Bozen gebracht.

Unmittelbar nach der Tat rief der 27-Jährige Angaben seines Anwalts zufolge diesen an und sagte: „Bitte helfen Sie mir“. Er habe demnach auch an der Unfallstelle Wiederbelebungsversuche bei den Opfern unternommen und bereue die Tat aufrichtig.

Luttach_Unfallwagen

Das von den Carabinieri Bozen herausgegebene Foto zeigt den Audi TT von Stefan L., der auf eine Mauer aufgefahren ist. 

Unfall in Südtirol: Getöteter Siegener war beliebter Fußballer

Von den Toten wohnten nach Angaben des NRW-Innenministeriums zwei in Wuppertal, einer in Köln und einer in Dortmund.

Die Mitglieder des Fußballvereins TSV Siegen erhielten am Montag die traurige Kunde, dass einer der Spieler aus ihrer zweiten Mannschaft unter den Opfern war. Zu einer Reaktion waren die Verantwortlichen verständlicherweise nicht fähig.

Betrunkener rast in Südtirol in Reisegruppe: Kölner Opfer träumte davon, Architekt zu werden

In Köln-Weiß hat sich der Tod des 23-Jährigen wie ein Lauffeuer verbreitet. Der junge Mann studierte Architektur, verdiente nebenbei zum Studium etwas Geld als Webdesigner. Er engagierte sich in der Katholischen Jugend und liebte den Sport. Sein Großvater ist ehemaliger Stadtbaumeister und angesehener Künstler. Der Kölner war nach derzeitigem Stand das zweite Opfer, welches von dem heranrasenden Audi TT getroffen und tödlich verletzt wurde.

Aus Gründen der Pietät verzichtet EXPRESS auf die Veröffentlichung von Portrait-Fotos der getöteten Unfallopfer.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.