Brennpunkt Ebertplatz Dealer machen immer weiter: Kölner Polizei findet irre Drogen-Verstecke

Mehrere Polizeifahrzeuge stehen auf dem Ebertplatz, der mit Flatterband abgesperrt ist.

Die Kölner Polizei hat am Montag (7. Februar 2022) am Ebertplatz bekannte Drogenbunker überprüft. Der Platz gilt als Brennpunkt. Das Foto zeigt einen Polizeieinsatz nach einer tödlichen Attacke am 25. August 2019.

Beamte der Kölner Polizei waren am Ebertplatz im Einsatz: Sie wussten, was sie suchen – und sie fanden es.

Dealer sind hart im Nehmen. Trotz deutlicher Präsenz ziviler und uniformierter Polizei und trotz Videobeobachtung wickeln sie auf dem Ebertplatz weiterhin ihre illegalen Geschäfte ab. Selbst zwei Auseinandersetzungen um Drogen auf dem Platz mit tödlichem Ende schocken sie nicht.

Das hat sich bei einer Überprüfung der üblichen Drogenbunker erneut gezeigt, wie die Polizei am Mittwoch (9. Februar 2022) bekannt gab. Da war so einiges versteckt.

Polizei Köln findet Drogen in den verrücktesten Verstecken

Der Einsatz erfolgte am Montag gegen 15.20 Uhr durch Zivilbeamte der Polizei Köln. Sie suchten die Verstecke ab und würden fündig. In Deckenlampen der Bahnunterführung, in Mülleimern, in einem Rollgitter eines KVB-Infoschalters und sogar in herumliegenden Kaffeebechern konnten sie insgesamt 26 Druckverschlusstütchen mit Cannabis sicherstellen.

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Mehrere Tütchen mit Cannabis liegen auf einem Tisch.

Am Montag (7. Februar 2022) haben Zivilfahnder in Drogenbunkern am Ebertplatz zahlreiche Drogenverschlusstütchen mit Cannabis sichergestellt.

Der Ebertplatz gilt als Brennpunkt der Drogenkriminalität. August 2019 endete ein Streit unter Drogendealern für einen 25-Jährigen tödlich. Oktober 2017 war bereits ein 22-Jähriger bei einem Revierstreit ums Leben gekommen.

„Die Polizei wird auch zukünftig gegen den illegalen Handel mit Cannabis auf dem Ebertplatz vorgehen, bekannte Rivalitäten unter den Verkäufern durch Präsenz verhindern und so einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der dort lebenden Menschen leisten“, kündigte ein Polizeisprecher am Mittwoch an. (iri)

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