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Kölner Tierheim schlägt AlarmVernachlässigt, krank – das Problem mit den ärmsten Tieren

Eine Person hält eine stark unterernährte junge Katze in der Hand.

Das Tierheim Köln-Dellbrück nimmt seit Anfang des Jahres fast täglich sichergestellte Tiere (Archivfoto) aus schlechter Haltung auf.  

Aktualisiert

Das Dellbrücker Tierheim nimmt seit Beginn des Jahres fast täglich Tiere auf, die wegen Verwahrlosung sichergestellt wurden. Diese ärmsten Geschöpfe sorgen jedoch auch für ein Problem. 

Das Dellbrücker Tierheim hat für jedes Geschöpf ein Plätzchen frei. Aktuell nehmen jedoch sichergestellte Tiere, vor allem Katzen, Überhand. „Wir haben viele Katzen, allerdings sind die aufgrund der Umstände noch nicht zu vermitteln“, erklärt Tierheimsprecherin Sylvia Hemmerling am Mittwoch (28. Januar) die Lage.

Das Verhältnis zwischen vermittelbaren und noch nicht vermittelbaren Tieren habe sich gerade akut verändert, weil sie super viele Sicherstellungen auf einmal bekommen hätten. Das stoppe die Fluktuation, so die Sprecherin.

Kölner Tierheim: Alleine 15 Katzen aus schlechter Haltung

„Kommt ein Fundtier rein, warten wir die Fundfrist ab, dann wird es geimpft, kastriert, gechippt und kann dann vermittelt werden. Bei Abgabetieren geht es noch schneller, da keine Frist eingehalten werden muss. Das Problem ist die Sicherstellung aus schlechter Haltung, wo das Amt prüft und die Tiere hier teilweise monatelang sitzen“, erklärt Sylvia Hemmerling.

Da könne das Amt nichts dafür, räumt sie ein. Hemmerling: „Aber, wenn jemand zum Beispiel auf Wiederherausgabe klagt, kann das dauern“, so die Tierheimsprecherin. Auf der anderen Seite seien sie natürlich froh, dass das Amt Missständen nachgeht. „Das sind ja mitunter lebensrettende Maßnahmen.“

Derzeit kümmert sich das Team des Dellbrücker Tierheims alleine um 15 Katzen, die aus schlechter Haltung/Tierquälerei sichergestellt wurden. Meist sind es die ärmsten Geschöpfe, die unter schlimmen Bedingungen hausen mussten. Vernachlässigt, abgemagert, krank, ohne menschliche Zuneigung. 

„Zuletzt haben wir vier absolut vernachlässigte Langhaarkatzen und dazu einen kleinen Hund bekommen. Die Katzen hatten das Fell in einem Filzklotz an sich hängen“, schildert Sylvia Hemmerling. Auch die vier Katzen, die aus einem verdreckten Kellerraum einer Kölner Bäckerei gerettet wurden, seien bei ihnen untergekommen.

Wie zwei Katzen, deren Besitzer verstorben sind. Solche Fälle kämen ebenfalls öfter vor, erklärt sie. „Das ist manchmal ein Puzzle, viel Arbeit, bis man weiß, okay, da gibt es wirklich keine Angehörigen mehr, die das Tier zu sich nehmen könnten“, so die Tierheimsprecherin. 

Auch wegen der „Flut“ an sichergestellten Tieren, die oft ärztliche Versorgung und sehr viel Pflege benötigen, ist jede Spende (hier Infos) willkommen.

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