Wer in Köln falsch parkt, sollte sich warm anziehen! Denn die Stadt will bald Scan-Wagen erproben, welche Strafzettel ganz von allein ausstellen.
Zehnmal effektiver als bisherNeuer Plan für Falschparker-Jagd in Köln

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Ein Scan-Auto, das automatisch Parksünder registriert, fährt an geparkten Fahrzeugen vorbei. Wie hier in Baden-Württemberg, soll bald auch in Köln auf Falschparker-Jagd gefahren werden.
Jetzt geht es Kölner Parksündern noch härter an den Kragen!
Die Stadt setzt bei der Jagd auf Falschparker künftig auf technische Unterstützung – und die soll deutlich mehr Verstöße aufdecken, als bisher.
Neuer Plan für Falschparker-Jagd in Köln
Die Entscheidung fiel am Dienstagnachmittag (22. September) im Verkehrsausschuss: Ein Testlauf mit weitreichenden Folgen bekam die Zustimmung. Demnach werden bald besondere Fahrzeuge mit Scannern erprobt, damit die Lage beim Parken endlich besser wird. Wann genau die Aktion beginnt, steht laut „WDR“ jedoch bislang nicht fest.
Möglich macht das eine frische Gesetzesänderung: Seit diesem Juli ist es deutschen Gemeinden erlaubt, auf diese digitale Art der Überwachung zu setzen. Die speziellen Wagen verfügen über Kameras, welche während der Fahrt Parktickets sowie Parkausweise von Anwohnern registrieren. Die Stadtverwaltung soll für die Erprobungsphase einen Bezirk auswählen, wo es gehäuft Schwierigkeiten durch Falschparker gibt, welche zum Beispiel an Kreuzungen, auf Wegen für Fußgänger und Radfahrer oder auf Busspuren stehen.
Blitz-Kontrolle: Zehnmal effektiver als bisher
Der entscheidende Pluspunkt für die Stadt ist die hohe Wirksamkeit. Wie Beispiele aus Düsseldorf, Heidelberg und auch Mannheim belegen, können die Scan-Wagen im gleichen Zeitraum rund zehnmal mehr parkende Fahrzeuge kontrollieren als Personal zu Fuß. Zudem sind vergleichbare Systeme schon in anderen Ländern, etwa den Niederlanden, erfolgreich in Betrieb.
Aber es dreht sich nicht allein um fixere Strafzettel. Für die Fraktionen im Rat steht besonders der Aspekt der Sicherheit im Vordergrund. Nahezu jeder fünfte innerstädtische Unfall mit verletzten Fußgängern oder Radfahrern hat direkt oder indirekt mit dem Abstellen von Fahrzeugen zu tun. Besonders gefährdend: Fahrzeuge, die Zufahrten versperren, die Sicht behindern oder andere Verkehrsteilnehmer zu riskanten Manövern nötigen.
Und wer zahlt dafür?
Drei Jahre lang soll der Scan-Auto-Test laufen. Weil die Stadtkasse von Köln bekanntermaßen klamm ist, existiert ein pfiffiger Plan für die Kosten: Die Maßnahme wird in Kooperation mit einer Hochschule als wissenschaftliches Vorhaben umgesetzt. So erhofft sich die Verwaltung Zugang zu Fördergeldern von Land, Bund oder sogar der EU. Man will den eigenen finanziellen Beitrag der Stadt für dieses Vorhaben auf ein Minimum reduzieren.
Eingereicht wurde der Antrag für den Testlauf gemeinschaftlich von den Fraktionen der Grünen, der SPD sowie von Volt. (red)
