Fast senkrecht über Köln: Am Mittwoch (23. September) ist die Internationale Raumstation (ISS) mit bloßem Auge zu sehen – wir erklären, wie du sie erkennst.
Um 20.31 UhrSpektakuläres Phänomen am Kölner Himmel: Selten so zu sehen

Copyright: ESA/Alexander Gerst/dpa
Blick aus der ISS auf die Erde. Das Foto wurde 2018 von Astronaut Alexander Gerst aufgenommen.
Kein Flugzeug, kein Stern, kein Ufo: Um 20.31 Uhr zieht am Mittwochabend (23. September) die Internationale Raumstation (ISS) über Köln hinweg – und zwar so hell, dass sie in diesem Moment das leuchtendste Objekt am Nachthimmel ist, nur Mond und Venus übertreffen sie an Helligkeit.
Die ISS taucht im Westen über dem Horizont auf, steigt binnen wenigen Minuten fast senkrecht in die Höhe. Für Köln ein besonders spektakulärer Überflug. Die ISS verschwindet nach rund fünf bis sieben Minuten wieder Richtung Südosten. Wer nach oben schaut, sieht einen hellen, gleichmäßig ziehenden Lichtpunkt, der nicht blinkt und deutlich schneller wandert als ein Flugzeug.
So erkennt ihr die Raumstation ISS
Die ISS zieht stur von West nach Ost, ohne zu blinken. Sichtbar ist sie nur in der Dämmerung oder nachts, wenn die ISS noch von der Sonne beleuchtet wird, während es am Boden schon dunkel ist.
Nicht jeder Überflug ist etwas fürs bloße Auge: In den kommenden zehn Tagen zieht die ISS insgesamt 49 Mal über Köln hinweg – aber nur acht dieser Überflüge sind tatsächlich mit bloßem Auge sichtbar. Der nächste ISS-Durchgang überhaupt ist schon um 15.41 Uhr, doch der findet am helllichten Tag statt und ist deshalb unsichtbar.
Köln liegt im Orbitalband der Raumstation, weshalb sie hier regelmäßig fast senkrecht über die Stadt hinwegziehen kann. Überflüge über 70 Grad Höhe gelten unter Hobby-Astronomen als besonders eindrucksvoll. Der heutige mit 58 Grad kommt diesem Wert schon deutlich näher als ein Streifschuss am Horizont. (mt)
Weitere Infos – zudem könnt ihr hier den ISS-Flug mitverfolgen: gocosmik.com
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