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Privatwohnung durchsuchtSchlimmer Verdacht gegen Kölner Zollbeamtin (61) – es geht um Schwarzarbeit

Mehrere Beamtinnen und Beamte des Kölner Zolls sind am Flughafen im Einsatz.

Copyright: Uwe Weiser

Eine Kölner Zollbeamtin ist wegen Strafvereitelung und Unterschlagung angeklagt worden. Das Symbolfoto zeigt einen Einsatz des Kölner Zolls am 1. September 2023 gegen Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe am Flughafen.

Aktualisiert:

Eine Kölner Zollbeamtin (61) wird sich demnächst vor Gericht verantworten müssen. Die mutmaßliche Reichsbürgerin soll unter anderem Akten unterschlagen haben.

Heftige Vorwürfe gegen eine Beamtin des Kölner Hauptzollamtes. Die 61-Jährige ist wegen Unterschlagung und Strafvereitelung angeklagt worden. Sie soll Strafverfahren wegen Schwarzarbeit verhindert haben.

Die Zollbeamtin, die in Köln arbeitet und in Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) wohnt, soll der Reichsbürgerszene angehören und nach Informationen von EXPRESS.de ihr eigenes Amt nicht akzeptiert haben. 

Wohnung von Kölner Zollbeamtin (61) wurde durchsucht

Der 61-Jährigen wird vorgeworfen, Dinge aus ihrem Amt, unter anderem ein Laptop, mit nach Hause genommen zu haben. Zudem soll sie dort Ermittlungsakten gehortet haben, die eigentlich bearbeitet werden sollten.

Nachdem durch Äußerungen der Beschuldigten der Verdacht aufgekommen war, dass sie mutmaßlich Mitglied der Reichsbürgerszene ist, wurde sie im Oktober 2021 vom Dienst suspendiert. Auch wurde sie aufgefordert, die noch bei ihr Zuhause befindlichen Akten, das Notebook, Schlüssel sowie ihren Dienstausweis herauszugeben.

Weil sich die Kölner Zollbeamtin geweigert haben soll, kam es in ihrer Lohmarer Wohnung zu einer Durchsuchungsaktion. Dabei wurden diverse Gegenstände sichergestellt.

Bonner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Kölner Zollbeamtin

Die Anklage gegen die 61-Jährige wurde von der Bonner Staatsanwaltschaft erhoben, in deren Zuständigkeitsbereich der Rhein-Sieg-Kreis fällt. Der Prozess wurde jedoch noch nicht vor dem Bonner Amtsgericht terminiert.

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 „Aktuell wird geprüft, ob Bonn überhaupt zuständig ist“, erklärte Gerichtssprecher Fabian Krapoth am Mittwoch (13. September 2023) gegenüber EXPRESS.de. Möglicherweise wird der Fall ans Amtsgericht Siegburg oder Köln verwiesen. Eine Entscheidung soll in Kürze fallen. 

Reichsbürgerinnen und Reichsbürger leugnen die Existenz der Bundesrepublik und sind der Meinung, dass das Deutsche Reich weiterhin fortbestehe. Sie erkennen staatliche Autoritäten wie die Polizei oder Gerichte nicht an, weigern sich unter anderem, Steuern und Bußgelder zu bezahlen. 

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