Eine gruselige Version der Kinderbuchfigur „Cat in the Hat“ verbreitet sich in den sozialen Medien.
Sichtung auch in Köln?Verrückter TikTok-Trend – Polizei warnt vor Grusel-Katze

Copyright: Polizei Dessau-Roßlau/KI-generiert
Nach einem Vorfall in Coswig (Sachsen-Anhalt) warnt die Polizei Dessau-Roßlau auf X vor dem „Cat in the Hat“-Trend mit einem KI-generierten Foto.
Erst ein TikTok-Trend, jetzt gruseliger Ernst: Nach den Horror-Clowns, deren Video-Clips viele Jahre kurz vor Halloween viral gingen, ist jetzt aus einer harmlosen Kinderbuchfigur eine Grusel-Katze geworden. Mutmaßlich gefälschte Bilder von „Cat in the Hat“, einer Gestalt im Katzenkostüm und mit rot-weißem Hut, kursieren auf Social-Media-Plattformen und verbreiten Angst. Und das inzwischen angeblich auch im echten Leben.
In Coswig (Sachsen-Anhalt), wo eine entsprechend kostümierte Person mit einem Knüppel vor einem Haus gewartet haben soll, ermittelt sogar die Polizei. Zusammen mit einer NRW-Polizeibehörde warnt sie vor dem Trend. Auch in Köln soll der Grusel-Kater gesichtet worden sein.
Gruseltrend: Influencer sucht „Cat in the Hat“ in Köln
„Ich gehe in Köln ‚Cat in the Hat‘ suchen“, verkündet ein Influencer auf TikTok. Ihm sei ein Bild geschickt worden, nachdem die unheimliche Gestalt gesichtet worden sein soll. „Das sieht für mich aus wie Hansaring“, teilt er aufgeregt seinen Followern mit.
„Das Cat-in-the-Hat-Phänomen spielt bei uns bislang keine Rolle, niemand hat sich bislang gemeldet, dass er so eine Figur gesehen hat“, erklärte ein Sprecher der Kölner Polizei am Freitag (2. Oktober) auf EXPRESS.de-Nachfrage.
Die Polizei in Krefeld nimmt den Social-Media-Trend jedoch zum Anlass für eine Warnung. „Bei dem Phänomen im Internet werden teils gefälschte Bilder von Personen in angsteinflößenden Katzen-Kostümen herumgeschickt – meist auf der Plattform TikTok. Diese Grusel-Gestalten drohen zum Beispiel Gewalttaten an Schulen an“, erklärte ein Sprecher. Ein kurzer Check von EXPRESS.de zeigt: Auch das vermeintliche Foto aus Köln, welches der Influencer zeigte, wurde zu 97 Prozent mit einer KI erstellt.
Die Polizei stellte in diesem Zusammenhang klar, dass etwaige strafrechtlich relevante Androhungen geprüft und entsprechenden Hinweisen konsequent nachgegangen würden. Zu keinem Zeitpunkt wird aktuell von einer ernsthaften Gefahr ausgegangen.
„Zudem wird dazu geraten, diese Videos keinesfalls zu vervielfältigen und die Social-Media-Nutzung aus Gruppen- und Schülerchats im Blick zu halten“, so der Krefelder Polizeisprecher. Auch warnt die Polizei vor Nachahmern. Der Sprecher: „Was unter Umständen als Grusel-Streich gedacht war, kann strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.“
Ob eine Straftat vorliegt, hängt aber vom Einzelfall ab. Wer lediglich ein Kostüm trägt, macht sich nicht strafbar.
Der TikTok-Trend kommt aus den USA, wo sich seit mehreren Wochen auf TikTok, Snapchat und anderen Plattformen meist KI-generierte Videos und Bilder einer Grusel-Version von „Cat in the Hat“ verbreiten. Jugendliche wurden im Zusammenhang mit entsprechenden Posts sogar schon festgenommen. (iri)
