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Selbst Fleisch-Fans staunen Kölner Restaurant verkauft Steaks aus 3D-Drucker

Benjamin Walter hält gemeinsam mit Küchenchef Cem einen Teller, auf dem ein 3D-Steak liegt.

Marketing-Leiter Benjamin Walter (l.) mit Küchenchef Cem (r.) am 16. Dezember 2022 im „The Ash Restaurant“ (Messe/Deutz).

Fleischgenuss ist für viele Deutsche kaum wegzudenken. Doch was ist, wenn das Steak nicht vom Rind kommt, sondern aus dem 3D-Drucker? Unser Autor hat es probiert.

Das hätte sich vor wenigen Jahren noch niemand vorstellen können: In der Restaurant-Kette „The Ash“ können Vegetarierinnen und Vegetarier seit Neuestem in den Genuss eines Steaks kommen, das dem Original extrem nahekommt.

Das Besondere: Die veganen Steaks, die auch in den zwei Kölner „The Ash“-Filialen angeboten werden, stammen aus dem 3D-Drucker. EXPRESS.de hat den Test gemacht – und mit Marketing-Leiter Benjamin Walter gesprochen.

Köln: Steak im „The Ash“ kommt aus dem 3D-Drucker

Seit September 2022 gibt es in den elf Restaurants von „The Ash“ nicht nur Steaks auf Fleisch-, sondern auch welche auf Pflanzenbasis. Benjamin Walter sagt diesbezüglich: „Auch wir gehen natürlich mit der Zeit und stellen uns auf Bedürfnisse und aktuelle Trends ein.“

Doch ein solches fleischloses Steak zu finden, gestaltete sich jahrelang schwierig. „Wir haben lange herumprobiert. Haben viel veganes Fleisch getestet. Manches war echt katastrophal! Das sah aus wie Fleischkäse und wenn man draufgebissen hat, hat es sogar gequietscht – wie Halloumi. Irgendwann kam dann ‚Redefine Meat‘ auf uns zu“, erklärt Benjamin Walter.

Das Unternehmen „Redefine Meat“ kommt aus Israel und verfügt insgesamt über acht Drucker zur Produktion von veganem Fleisch – sechs davon stehen in den Niederlanden. Das 3D-Steak, das „The Ash“ von „Redefine Meat“ bezieht, ist dem Flanksteak nachempfunden. Dieses kommt eigentlich aus dem Bauch des Rindes.

„Unser Flanksteak basiert auf pflanzlichen Proteinen aus Weizen, Soja und Erbsen sowie auf pflanzlichen Fetten, die als Geschmacksträger fungieren“, erläutert Walter.

Vom Hersteller heißt es, dass das Blut, die Muskeln und das Fett beim Drucken imitiert werden: „Das Blut besteht zum Beispiel aus Rote Beete und Cranberry-Juice, die Muskelfasern bestehen aus Proteinen, [...] und das Fett besteht aus Kokosfett.“

Das aufgeschnittene, vegane Steak liegt auf einem Teller. Optisch erinnert es stark an das Original vom Rind.

Das Flanksteak aus dem 3D-Drucker kostet im „The Ash“ in Köln 22,50 Euro.

Aber mal im Ernst: Macht so ein pflanzliches Steak überhaupt satt? Walters Antwort ist eindeutig: „Das ist total irre! Beim Blick auf den Teller denkt man sich: ‚Das schaffe ich ja locker.‘ Aber dann merkt man schnell, dass es richtig füllt.“

Und tatsächlich: Das Steak, das im „The Ash“ 22,50 Euro kostet, sättigt auch ohne zusätzliche Beilage. Besonders optisch erinnert es beim ersten Blick stark an das Original vom Rind. Zudem bringt es durch die Zubereitung auf dem Grill den passenden, rauchigen Geschmack mit. Beim Schneiden erkennt das Auge eines regelmäßigen Steakessers beziehungsweise einer Steakesserin jedoch Unterschiede.

Veganes Steak: Fleisch-Alternative wird im 3D-Drucker hergestellt

Die Fasern des 3D-Steak sind gröber als die vom Rind, die Textur weicht entsprechend ein wenig ab. Geschuldet ist dies der Produktionsweise des Druckers: Er produziert nacheinander einzelne Streifen des nachgeahmten Steaks und legt diese übereinander.

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Die Optik, der aromatische Geschmack und die Bissfestigkeit können bei vegan lebenden Personen dennoch zu Irritationen führen. „Wir hatten schon vegetarische Gäste, die beim Essen ein schlechtes Gewissen hatten, weil sie aufgrund der Ähnlichkeit geglaubt haben, sie würden echtes Fleisch essen“, erinnert sich Marketing-Boss Walter.

Für ihn ist eines ganz wichtig: „Natürlich werden unsere 3D-Steaks auf einem eigenen Rost gebraten, damit kein Kontakt zu tierischen Fetten entsteht. Das ist unsere Pflicht gegenüber allen Menschen, die hierherkommen.“

Wer sich selbst ein Bild von der Zubereitung machen möchte: In allen „The Ash“-Restaurants können die hungrigen Gäste direkt in die offene Küche schauen. „Die Plätze direkt an der Küche sind sehr begehrt. Das bietet immer etwas Entertainment“, sagt Walter. Außerdem sorge das Konzept der einsehbaren Küche für Transparenz und somit für Vertrauen.

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